Astaronn Autor (Buch) Buch Claudia Book Fantasy Self Publishing (Kein Verlag)

Rezension: Astaronn (1): Nathan und die Kristalle – Claudia Book

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Cover von Astaronn: Nathan und die Kristalle - Claudia Book

Astaronn: Nathan und die Kristalle – Claudia Book

Titel: Nathan und die Kristalle: Ein Astaronn Roman | Autor: Claudia Book | Seitenzahl: 346 Seiten | Verlag: Kein Verlag (Druck erfolgt durch Amazon) | Erscheinungsdatum: 25.08.2016 | Dieses Buch kaufen: Print (Amazon)* | E-Book (Amazon)*

 

Bereits Claudia Books erstes Buch Laurannyas Hoffnung habe ich gelesen und auch rezensiert. Nun ist die Self-Publishing-Autorin erneut auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich auch ihr neues Werk, den Beginn einer Reihe besprechen möchte. Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen!

Story

Nathan könnte eigentlich ein ganz normales Leben führen, doch er hat ein großes Problem: Er ist kein Magier. Zwar sind das die meisten Leute in der Welt von Astaronn nicht, doch er hat zwei sehr mächtige Magier als Eltern, und deshalb wurde von ihm erwartet, dass auch er einer wird. Wegen der fehlenden Fähigkeiten hatte er eine alles andere als einfache Kindheit, und auch jetzt muss er sich häufig anderen Leuten unterwerfen.

Das ändert sich schlagartig, als es plötzlich einen wichtigen Auftrag zu erledigen gibt, den nur Nathan durchführen kann. Und der Job kommt von höchster Stelle: Dem Kaiser. Es beginnt eine Jagd durch das gesamte Gebiet Astaronns, auf der Suche nach sogenannten Augmenti, die über Leben und Tod der Zivilisation entscheiden können.

Auf knapp 350 Seiten kann man keine allzu komplexe High-Fantasy-Geschichte erzählen, und es scheint, als wäre das auch gar nicht das Ziel von Claudia Book gewesen. Die Geschichte hat einen logischen Aufbau, einen schon fast zu klaren roten Faden und eine sehr geradlinige Erzählweise, was in diesem Fall aber nichts schlechtes ist. Ganz im Gegenteil – wenn ich mich mal an Nebelmacher zurück erinnere…

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Durch all diese Aspekte ist es sehr einfach, der schönen Geschichte mit ein paar interessanten Wendungen zu folgen. Leider gibt es aber ein großes Problem, das ich leider nicht ohne leichte Spoiler erklären kann: Nathan soll die Augmenti finden. Der Gegenspieler, Malwin, weiß wo diese sind, stellt aber lieber Magier zum Abfangen von Nathan in der Nähe der Stadt auf, anstatt diese einfach bei den Augmenti zu platzieren. Warum wartet Malwin nicht einfach mit einer Armee von 100 Magiern am Höhleneingang, in dem die Augmenti drin sein sollen, überwältigt Nathan und seine Eskorte und zwingt ihn, die Augmenti für ihn zu holen? Klar, würde es so verlaufen, wäre die Hälfte des Buches weg, aber Malwins Verhalten kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Doch stören tut das wirklich nur ein bisschen. Nathan und die Kristalle punktet mit einer wenig komplexen, aber gut zu lesenden und zu verstehenden Geschichte, die mich absolut fesseln konnte. Ich freue mich auf weitere Teile!

Schreibstil

Auch in dieser Hinsicht kann Nathan und die Kristalle an Laurannyas Hoffnung anknüpfen. Claudia Book hat einen sehr strukturierten und linearen Schreibstil, der einfach zu lesen ist. Mir sind nur wenige negative Punkte aufgefallen: So scheint es an manchen Stellen, als hätte die Autorin das Buch unüberlegt gekürzt. So meint Nathan in einem Kapitel, er würde sich schon sehr auf den schönen Wald freuen. Im nächsten Satz ist es zwei Tage später, der Ritt durch den Wald ist kein Thema mehr. Und so etwas ist nicht nur ein mal passiert.

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Auf der anderen Seite sind manche (indirekte) Vergleiche etwas unpassend. So beschreibt Claudia Book manchmal etwas mit Worten, die eigentlich das Gegenteil von dem ausdrücken, was in Wirklichkeit gerade im Buch passiert. Manchmal gibt es Szenen, in denen Nathan eine sehr enge Bindung zu seinem Pferd hat, nur damit im nächsten Satz steht, er würde sich ungelenk in den Sattel plumpsen lassen, was das Pferd zum protestieren bringt. Immer wieder gibt es solche „Stimmungsbrecher“.

Doch darüber kann man sowas von hinweg sehen, denn ansonsten ist es wirklich ein Genuss, den Ausführungen Claudia Books zu folgen. Ich konnte mir die Welt wirklich sehr lebhaft vorstellen.

Charaktere

Auch hier kann Nathan und die Kristalle punkten. Nathan ist ein liebenswürdiger und tiefer Charakter, der einen inneren Konflikt hat und dessen Vergangenheit ihm im Weg steht. Auch die Nebencharaktere, allen voran natürlich Nathans Begleiter, hatten nette Charakterzüge, die es mir erlaubt haben, auch sie zu mögen. Zwar sind diese deutlich Oberflächlicher, aber wäre dem nicht so, wären es ja auch keine Nebencharaktere.

Die Beweggründe des Antagonisten konnte ich, wie schon zuvor beschrieben, nicht immer so ganz nachvollziehen. Doch besonders dadurch, dass Nathan Malwin kennt, und er sich immer wieder an das zurück erinnert, was Malwin ihm angetan hat, habe auch ich ihn nicht besonders leiden können.

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Viel mehr kann ich hier auch gar nicht mehr sagen. Dadurch, dass sich Claudia Book die Charakterzahl betreffend deutlich beschränkt hat, bleibt eine gute Übersicht erhalten und sie konnte sich auf die einzelnen Charaktere besser konzentrieren.

Cover & Design

Das Cover gefällt mir nicht besonders gut. Das Bild ist ziemlich nichts sagend, man hätte hier auch jedes x-beliebige, andere Bild mit einem Pferd und einem Reiter nehmen können. Der Reiter sieht nicht mal besonders klein aus, was Nathan über das gesamte Buch hinweg ausmacht. Allerdings sagt mir die Farbgebung sehr zu!

Wie auch schon beim Vorgänger hat mich der seltsame Satz des Buches aber gestört. Die wörtliche Rede ist optisch vom Fließtext abgegrenzt, wodurch teils seltsame Lücken am Anfang der Zeilen entstehen, was den Lesefluss stört. Damit du verstehst was ich meine, guck einfach mal in die Amazon-Leseprobe* rein.

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