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Basar der bösen Träume – Stephen King

Basar der boesen Träume - Stephen King

Basar der boesen Träume – Stephen King

Titel: Basar der bösen Träume | Autor: Stephen King | Seitenzahl: 768 Seiten | Verlag: Heyne Verlag | Erscheinungsdatum: 18.01.2016 | Dieses Buch kaufen: Hier

 

Stephen King ist wohl einer der bekanntesten Autoren derzeit, und seine Bücher verkaufen sich Millionenfach. Ich muss aber dennoch zugeben, dass diese Kurzgeschichtensammlung das erste King-Buch ist, welches ich gelesen habe. Konnte mich die Fülle an Geschichten aus verschiedensten Genres dazu überzeugen, weiter ins King-Universum einzutauchen?

Story

In Basar der bösen Träume finden sich insgesamt [ZAHL] Kurzgeschichten, zu viele, um diese alle zusammenzufassen, wie ich es noch bei der Horror-Anthologie Opferblut getan habe. Daher will ich hier eher allgemein auf die Geschichten eingehen.

Vorab: Ich habe eine Geschichte beim Lesen ausgelassen, da diese in der Form eines Gedichts geschrieben war, und ich mit diesem Schreibstil einfach nicht warm werden konnte. Die anderen Geschichten haben mir mal besser und mal schlechter gefallen. Die erste Kurzgeschichte „Raststätte Mile 81“ war einer der Texte, der mir sehr gut gefallen hat. Es handelte sich um eine typische Horror-Geschichte mit einer schön geschriebenen Einleitung. Hierbei handelt es sich offenbar eher um das King-Standard-Genre. Nachfolgende Geschichten begeben sich aber hinaus aus diesem Gebiet und handeln teilweise von moralischen Dilemmas, dem Leben nach dem Tod oder einer geheimnisvollen, mysteriösen Insel.

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Eine andere Geschichte besteht wiederum größtenteils aus der Nacherzählung eines Gefängnisinsassen, auch sehr interessant geschrieben. Die Länge der Stories geht meistens nicht über 100 Seiten hinaus, manche sind auch nur etwa 20 Seiten lang und damit perfekt für zwischendurch.

Ein Story-Fazit über das gesamte Buch zu ziehen fällt mir sehr schwer, da die Geschichten alle sehr unterschiedlich sind, teilweise Fantasy, teilweise Horror oder Mystery und teilweise auch sehr gesellschaftskritisch. Ob einem diese Genres gefallen muss jeder für sich selbst entscheiden, doch die breit gefächerte Auswahl an Geschichten in diesem Buch kommen einem dabei natürlich zu Gute. Hier kann jeder selbst entscheiden, was er nun lesen möchte und was nicht. Und übrigens: Die Geschichten werden alle von kurzen Ansprachen Kings an die Leser eingeleitet, die ich durchgehend als sehr interessant empfunden habe.

Schreibstil

Ich fand alle Kurzgeschichten in Basar der bösen Träume sehr angenehm zu lesen, bis auf die beiden Gedichte. Kings Schreibstil ist spannend, nicht zu komplex und so geschrieben, dass alle wichtigen Informationen enthalten sind, die Geschichte aber dennoch nicht unnötig lang und unverständlich wird. Innerhalb dieses Buches wählte Stephen King immer wieder andere Erzählweisen: Wie schon erwähnt ist eine Geschichte nahezu ausschließlich von einem Häftling nacherzählt worden, was natürlich den Stil des Schreibens im Gegensatz zu einer „regulär“ erzählten Geschichte verändert.

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Insgesamt konnte ich Basar der bösen Träume auch auf Grund von Kings frischem, irgendwie auch jungen Schreibstils sehr angenehm lesen. Durch die Ausflüge in verschiedene Genres gleicht keine Geschichte der anderen, und der Stil passt sich immer wieder an die Gegebenheiten an. Teilweise ist er auch anderen Autoren nachempfunden, die King während der Zeit des Schreibens gelesen hat. Solche Details werden dann immer in den bereits erwähnten Einleitungen erwähnt.

Charaktere

Die Charaktere unterscheiden sich natürlich von Geschichte zu Geschichte. Obwohl es sich hier um per Definition kurze Kurzgeschichten handelt, hat Stephen King bei vielen der Stories offenbar viel Wert auf glaubwürdige und interessante Charaktere gelegt. Es gibt Charaktere in allen verschiedenen Bevölkerungsschichten, Junge und Alte. In einer Story geht es um eine Demenzerkrankung, auch hier fand ich die Charaktere absolut glaubwürdig. Durch die Erkrankung und den darauf folgenden Tod meines Großvaters habe ich auch bereits Erfahrungen mit dieser Krankheit machen können.

Insgesamt können sich hier keine so Unglaublichen Charaktere wie in den Top Secret Büchern entwickeln, doch dafür, dass Kurzgeschichten in ihrem Umfang sehr begrenzt sind, hat Stephen King hier durchaus interessante Personen schaffen können.

Cover&Design

Ich mag die „neuen“ Stephen King Cover aus dem Heyne Verlag. Der Font sieht gut aus und lässt sich einfach wiedererkennen und die Motive sind simpel, aber treffend ausgewählt. Hier ist das natürlich schwer, da die Geschichten thematisch so unterschiedlich sind. Da der Titel aber auch recht lang ist, war eh nicht mehr viel Platz auf dem Cover, und ich finde, dass die Motive eine gewisse dunkle Atmosphäre ausstrahlen.

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Was mich allerdings sehr gestört hat, war die Verarbeitung des Buches an sich: Bei jedem Auf- und Zumachen des Buches verrutscht das „Deckblatt“ ein wenig, beim Einpacken in eine Tasche zerknittert es und macht das Buch im Normalzustand damit sowohl Lese- als auch Transportunfähig. Hier hätte ich mir – besonders bei dem Preis – ein echtes Hardcover ohne irgendeine „Papierauflage“ gewünscht.

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