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Bibi & Tina: Voll Verhext!

Bibi und & Tina: Voll verhext! Kinofilm 2 Rezension Cover HD

Titel: Bibi & Tina: Voll verhext!  | Spielzeit: 109 Minuten | Studios: DCM, Kiddinx | Erscheinungsdatum: 24.07.2015 (Sofortdownload), 04.09.2015 (Blu-Ray, DVD) | Regie: Detlev Buck | Cast: Lina Larissa Strahl (Bibi), Lisa-Marie Koroll (Tina), Louis Held (Alex), Emilio Moutaoukkil (Tarik) und viele andere | Danke fürs Bereitstellen an: Niemanden

 

Dank des großen Erfolgs von „Bibi & Tina – Der Film“ halte ich nun die Fortsetzung, die vor Kurzem ausschließlich als Download erschienen ist, in den virtuellen Händen. Ein Blu-Ray bzw. DVD Release wird in Kürze folgen. Der erste Teil hat mit vielen Liedern, einem sehr interessanten Humor und den Idealbesetzungen für Bibi und Tina vorgelegt. Kann mich auch der zweite Teil überzeugen?

Story

Im Schloss des Grafen Falkenstein wurde eingebrochen! Neben den natürlich äußerst wichtigen Bildern seiner Verwandten wurde außerdem seine gesamte Monokelsammlung gestohlen! Das ruft neben Bibi und Tina auch die Kommissarin Greta Müller (Mavie Hörbiger) an den Start. Letztere verdreht Falko außerdem gehörig den Kopf. Doch das ist nicht das einzige Problem: Dem Martinshof fehlen die Ferienkinder. Die hilfsbereiten Freundinnen Bibi Blocksberg und Tina Martin begeben sich nach Rotenbrunn, um dort ein wenig Werbung für den Hof zu machen. Und irgendwann lernen sie dann die „Schmülls“ kennen: Eine Familie, offensichtlich ohne Mutter und Vater. Fünf Geschwister verschiedensten Alters, die in einem Wohnwagen leben. Und in einen von denen – Tarik – verliebt sich Bibi!

BibiTina2

Die Geschichte vom zweiten „Bibi & Tina“ Kinofilm ist eine Art Mischung aus Enid Blyton Roman und typischer Bibi und Tina Hörspiel-Folge. Besonders komplex ist die Handlung wirklich nicht, aber die Hauptzielgruppe sind ja auch Kinder und Jugendliche. Dennoch hat mich der Film sehr gut unterhalten! Der Humor ist ähnlich wie im ersten Teil, und auch die Gesangseinlagen fehlen hier nicht, wobei mir die Tracks aus dem ersten Teil besser gefielen.

Ein Einbruch im Schloss… Nein, kreativ ist das wirklich nicht. In der Hörspielserie hatten wir etwas in der Art schon sehr häufig. Dennoch gibt der Diebstahl der Geschichte einen detektivischen Flair, der aber leider viel zu oft den Romanzen zwischen Greta Müller und Fallko bzw. Bibi und Tarik bzw. Tina und Alex weichen muss. Nicht das ich irgendwas gegen Beziehungen in Filmen habe, doch in übermäßigem Umfang nerven sie mich irgendwann. Und bei direkt drei Beziehungen nimmt das Geflirte schon recht viel Zeit ein. Wobei ich gleichzeitig sagen muss, dass die ‚Freundschaft‘ zwischen Tarik und Bibi sehr glaubhaft, toll geschauspielert und wirklich schön anzusehen ist.

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Und natürlich wird auch im zweiten Teil wieder viel geritten, auch wenn das Thema „Pferde“ hier nicht so präsent ist wie in Teil 1. Das „Detektiv spielen“ der Bibi & Tina & AlexFreundinnen und Alex erdrückt die eigentlichen Kernthemen – Pferde und reiten – ein wenig. Und das ist ehrlich gesagt auch ein bisschen mein Problem mit diesem Film: Abgesehen von den Namen der Charaktere und der Umgebung hat das hier nicht mehr besonders viel mit der Hörspielserie „Bibi und Tina“ zu tun. Mit der eigentlichen Vorlage von Elfie Donnelly übrigens noch weniger. Die Hörspielserie wird hier eher als „grober Richtwert“ angesehen, wenn irgendetwas mal nicht ganz zusammen passt, ist das ja nicht schlimm.

Und schlimm ist das eigentlich wirklich nicht! Der Film hat mich gut unterhalten und ich bin der Story gerne gefolgt, auch wenn sie nicht sehr komplex war. Abgesehen von dem Problem, dass das hier eigentlich kein „Bibi und Tina“ ist, handelt es sich um einen sehr schönen Pferdefilm mit Enid Blyton Anleihen, der Jung und Alt wirklich gut unterhalten kann.

Schauspieler

Wie schon angedeutet sind Bibi und Tina (Lisa-Marie Koroll und Lina Larissa Strahl) meiner Meinung nach absolut ideal besetzt. Die beiden ähneln den in den Hörspielen beschriebenen Charakteren und stellen BibiTina4ihre Rolle wirklich gut dar. Besonders gefällt mir die Natürlichkeit, mit der Strahl ihre Dialoge spricht. Bei einem amerikanischen Film wird die deutsche Tonspur im Synchronstudio erstellt, und zwar mit dem Willen, absolute Perfektion abzuliefern. Darunter leidet in nicht wenigen Fällen die Natürlichkeit. Bei dieser deutschen Produktion kann Lina Larissa Strahl jedoch für sich selbst entscheiden, wann sie beim sprechen eine Pause machen möchte, Luft holen will oder ähnliches. Und das nutzt sie auch wirklich aus, wodurch die Pausen zwar manchmal auch mitten im Satz sind, wo sie genau genommen nicht hin gehören. Aber dadurch kommen die Dialoge mit ihr viel Natürlicher rüber, als die bei internationalen Filmen. Besonders gefiel mir wieder die schauspielerische Leistung des Grafen von Falkenstein, gespielt von Michael Maertens, auch wenn mir irgendwie die Hörspiel-Stimme von Eberhard Prüter gefehlt hat, die ich wohl für immer und ewig mit diesem Charakter BibiTina5verbinden werde. Tarik als Bibis Geliebter hat mir auch zugesagt, er konnte seine Rolle authentisch rüber bringen. Bei Lisa-Marie Koroll gefiel mir übrigens die sehr natürliche Mimik sehr gut. Bei den Nebendarstellern ist mir niemand positiv oder negativ aufgefallen.

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Die Hauptbesetzung von „Bibi & Tina: Voll verhext!“ ist grandios gewählt! Bei den Nebendarstellern sprang mir Graf Falko positiv ins Auge, ansonsten spielten alle Schausteller ihre Rollen wirklich solide.

Bild

Der Film wird per Download im ‚mp4‘-Format ausgeliefert, hat eine Auflösung von 1920×1080 Pixeln und ist gerade mal 2GB groß. Da kann doch irgendwas nicht stimmen, oder? Ein von mir codiertes Video in BibiTina6identischer Auflösung mit einer Dauer von 15 Minuten hat die selbe Dateigröße. Was schließen wir daraus? Wir müssen Einbußen bei der Qualität machen! Doch bevor ich gleich mit euch die technischen Details der Datei analysiere, erstmal mein subjektiver Eindruck zur Bildqualität: Die Auflösung ist für ein gutes und scharfes Bild hoch genug. Auffällig ist allerdings, dass bei Kamerafahrten oftmals das Bild verwischt erscheint, und sich teilweise auch Treppchen bilden, wodurch ein pixeliger Eindruck entstehen kann. Außerdem ist, wie beim Vorgänger, die Farbsättigung ziemlich hoch, was der eine mag, und was den anderen stört. Ich persönlich habe absolut kein Problem damit! Das Bild links habe ich so dem Film entnommen, es soll euch die hohe Farbsättigung vor Augen führen. Auf dem Bild ist übrigens auch das ‚Verwaschen‘ sehr gut sichtbar, achtet mal auf die Haare oder den Hut von Tina (Lisa-Marie Koroll, links).

Und wie bereits vorgewarnt, erschlage ich euch jetzt mit den technischen Details der Datei. Wie bereits gesagt, wurde der Container ‚mp4‘ verwendet, vermutlich auf Grund der hohen Kompatibilität. Der Videostream liegt im h264 Format vor, das Preset ist ‚High‘. Es wurde eine Framerate von 25 FPS gewählt, was bei Kinofilmen Standard ist. Die Bitrate beträgt aber nur 2398 kb/s (!), was viel zu wenig ist. Für eine wirklich gute Qualität wären mindestens 10000 (in Worten: Zehntausend) kb/s nötig. Hier hätte man sogar aus dem mp4-Container noch deutlich mehr raus holen können, wobei die ideale Lösung natürlich ein mkv-Container wäre, in dem ein mit x264 encodierter Videostream mit einer variablen Bitrate und einem CRF von ungefähr 17 liegen würde. Im Audio-Teil findet ihr dann die technischen Details zum Audiostream, freut euch! 😉

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Ton & Musik

BibiTina7Schon in Teil 1 wurde viel gesungen, und mit dem Lied ‚Up, Up, Up (Nobody’s Perfect)‚, welches Lina Larissa Strahl gesungen hat, ist bei vielen ein echter Ohrwurm entstanden. Die Lieder des zweiten Kinofilms halten sich dagegen eher zurück – Wirklich im Kopf geblieben ist mir eigentlich fast kein Lied. Am besten gefiel mir fast noch ‚No Risk, no Fun‚, wobei ich die Sing-Stimme von Tarik leider nicht besonders schön fand. Das von Tinas Mutter Susanne gesungene Lied fand ich wiederum schon fast peinlich, und der ‚Highway to Hell‘-Abklatsch, der irgendwann zu Ende des FIlms kam, war schlicht und ergreifend grauenhaft.

Die Geräusche in der Umgebung finde ich allerdings gut gelungen, hier ist mir nichts wirklich negativ aufgefallen. Die Stimmen der Darsteller waren immer laut genug, trotzdem konnte man die Geräusche auch gut hören.

Machen wir nun weiter mit dem  technischen Gelaber zum Audiostream. Dieser liegt im AAC-Format vor, was ich an sich schon mal begrüße, da der Advanced Audio Codec im Bereich der verlustbehafteten Codierund mit die besten Ergebnisse liefert. Allerdings liegt der Stream mit nur zwei Kanälen (in Stereo) vor, hier hätte ich mir schon einen 5.1, 7.1, 10.1 oder gar Dolby Atmos Stream gewünscht, wobei letzteres natürlich nur eine nette, technische Spielerei wäre. Die vorliegende Audiobitrate von 189 kb/s finde ich grenzwertig. Ein Stream in 256 kb/s oder gar 320 kb/s würde, vor allem in den Musik-Szenen, eine deutliche bessere Qualität bei nur minimalem Anstieg der Dateigröße liefern.

Extras

Das einzige ‚Extra‘ ist der Abspann, in dem einige der gescheiterten Drehversuche gezeigt werden, wobei dies hier natürlich eindeutig weniger actionreich und schmerzhaft als bei Jackie Chan ausfällt. Mit dem Release der Version auf Blu-Ray und DVD werde ich diesen Abschnitt natürlich überarbeiten. Da ich bei einem Download aber keine Extras erwarte und es in der Endversion sicherlich welche geben wird, werde ich hier eine solide Wertung vergeben.

Im Internet hat man allerdings die Möglichkeit (gegen Aufpreis natürlich) den Soundtrack zum Film, einige Puzzles und weitere Fanartikel zu erwerben.

 

© Bilder: DCM Film Distribution GmbH bzw. der jeweilige Fotograf

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