Adventskalender

Der Indie-Adventskalender 2015 – Türchen 10

Willkommen beim zehnten Türchen des Indie-Adventskalenders 2015! Auch heute gibt es wieder etwas schönes zu gewinnen, und auch ein schönes Interview.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Und wann wussten Sie, dass sie dies nicht nur als Hobby, sonder professionell machen wollen?

Zum Schreiben bin ich gekommen, als ich meine Tochter im Kindergarten eingewöhnt habe und dabei das letzte Buch der Vampirchroniken von Anne Rice gelesen habe. Danach hätte ich gerne mehr davon gelesen, fand aber nichts für meinen Geschmack und dachte mir: Da schreib ich mir eben selber eins „wink“-Emoticon Professionell hätte ich es gerne von Anfang an gemacht, aber ich merkte bald, dass man doch sehr viel lernen muss, bis ein lesbarer Roman dabei heraus kommt. Ob es mir im Laufe meiner weiteren Bücher gelungen ist, professionell zu sein, müssen die Leser entscheiden.

Wie lange haben Sie für die Herstellung ihres Buches gebraucht?

Das Buch „Im Schatten der Prophezeiung“ ist mein zweites Buch und war tatsächlich in sechs Monaten fertig gestellt. (Ich verrate jetzt aber nicht, dass ich für mein erstes Buch ungefähr drei oder vier Jahre gebraucht habe J)

Erzählen Sie doch mal ein bisschen mehr über ihr Buch. Um was geht es in diesem?

In dem Buch geht es um den jungen Toran, der mit sieben Jahren, von einem Pfeil an der Schulter verwundet, in einem Park gefunden wird. Er spricht nicht und niemand scheint ihn zu vermissen, was zunächst Rätsel aufgibt. Heike, eine Mitarbeiterin des Jugendamts, nimmt ihn bei sich auf und zieht ihn groß, wobei sie das Geheimnis um Torans Herkunft nie zu lüften vermag. Ratlos verfolgt sie Torans Jugend, in der er zunehmend absonderlich wird. Er wird von seltsamen Träumen geplagt, fühlt etwas in sich, das leben möchte, aber nicht kann. Ein Sturz von einem Felsen, den Heike als Selbstmordversuch missversteht, führt schließlich zum Bruch und Toran läuft von zu Hause fort. Auf geheimnisvolle Weise gerät er auf seiner Reise an einen Ring, der Erinnerungen an seine Vergangenheit in ihm weckt und ihn zuletzt in eine andere Welt bringt. Dort muss er jedoch feststellen, dass er als Drachenmensch zu einer gejagten, nahezu ausgerotteten Spezies gehört, deren letzte Überlebende in der Burg eines Magiers Zuflucht gefunden haben. Nach und nach erkennt Toran, dass auf ihn eine grausame Prophezeiung wartet, die ihn als bösen Drachenmagier ankündigt, welcher die Menschheit vernichten wird. Entsetzt über dieses ihm angedachte Schicksal, bemüht Toran sich, diesem zu entgehen. Dies treibt ihn jedoch erst recht in die Fänge des Bösen, bis er vor einer schweren Entscheidung steht. Der Rest wird nicht verraten „wink“-Emoticon Nur noch so viel: natürlich ist auch eine Liebesgeschichte dabei, die für Torans Schicksal von großer Bedeutung ist.

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Welche Person ihn ihrem Buch liegt Ihnen besonders am Herzen und warum?

Naja, natürlich liebe ich meine Hauptfiguren. Toran insbesondere, wegen seiner inneren Zerrissenheit und seinem eigenen Willen. Auch Iriney mag ich. Sie ist selbstsicher und in ihrer heilen Welt voll Abenteuerlust und beseelt von dem Wunsch, auszubrechen. Nicht zuletzt ist mir auch der alte Drachentöter Per ans Herz gewachsen. Er erzählt Torans Geschichte aus einer ganz andere Perspektive und nach und nach erfährt der Leser, was ihn mit dem Jungen verbindet. Heike kann ich gut verstehen, insbesondere, wo ich selbst Mutter bin. Und dann ist da noch Reiko, Torans Freund in der anderen Welt, der ihm in Ambaraks Burg Halt gibt und das Wesen verstehen lehrt, das in ihm schlummert.

Wieso schreiben und publizieren Sie Bücher oder eBooks im Selbstverlag und nicht bei einem großen Publikumsverlag?

Das ist eine gute Frage. Ehrlich gesagt, habe ich meine Manuskripte noch nie einem Verlag angeboten. Ich habe mich damals erkundigt, wie man an einen Verlag herantreten sollte und welche Chancen man als unbekannter Autor hat, einen Vertrag zu bekommen. Das Ergebnis hat mich nicht gerade ermutigt. Die Wahrscheinlichkeit, von einem Verlag sofort abgelehnt zu werden, ohne dass sie das Manuskript überhaupt angesehen haben, ist sehr sehr groß. Und zuletzt habe ich gedacht: was soll´s, wenn es auch ohne geht, dann veröffentliche ich es eben ohne Verlag. Ich hatte einfach keine Lust, mich dort anzubiedern und eine Absage nach der anderen zu kassieren. Außerdem war ich zu ungeduldig. Ich wollte die Bücher einfach endlich veröffentlichen.

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Ist es schwer als Selfpublisher Fuß zu fassen und seine Bücher zu verkaufen?

Ja, das ist schwer. Im Grunde muss man eben das gesamte Marketing selbst übernehmen. Das geht natürlich nicht kostenlos und ohne Aufwand. Und ich muss zugeben, dass ich mich darum nie gekümmert habe. Ich bin hauptberuflich Ärztin und habe einfach nicht die Zeit, mich um die Vermarktung meiner Bücher zu kümmern.

Welche Medien durchforsten Sie vor dem Bücher schreiben?

Ist die Phantasie auch ein Medium? 😉 Also gut, wenn ich recherchieren muss, dann hauptsächlich über das Internet. Für mein erstes Buch (ein Vampirroman, der im 18. Jhdt. spielt) habe ich mir zudem Bücher über diese Zeit und auch aus dieser Zeit gekauft, war u.a. auch in Freilichtmus.

Heute gewinnen könnt ihr das E-Book „Im Schatten der Prophezeiung“ gewinnen. Beantwortet einfach folgende Frage in den Kommentaren: Light oder Dark Fantasy? Mögt ihr helle oder dunkle Stories lieber?

 

4 Kommentare

  1. Ein schönes Interview! Hat mir gut gefallen!

  2. Verena Saile

    Hallo zusammen,
    am liebsten mag ich ja Dark Fantasy Stories. Sie sind etwas härter geschrieben, die Charaktere sind etwas rauher und haben mehr Kanten. Das finde ich viel faszinierender.
    Einen schönen Abend noch.
    Gruß Verena

  3. Loredana Bursch

    Ehrlich gesagt beides! An Light Fantasy ist das Schöne, dass Fabelwesen dort in die fantastische, perfekte Welt dargestellt werden. Und an Dark Fantasy eben das Gegenteil mit dunkler Magie und boshafte Wesen. Deswegen liebe ich beide Genre.

  4. Ich mag es eher weniger, wenn (Haupt-)Personen sterben und bin eher so der Lovestory und Happyend-Typ und mag daher helle Stories lieber

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