Adventskalender

Der Indie-Adventskalender 2015 – Türchen 18

Heute gibt es ein Interview mit der zweiten Veranstalterin dieses Kalenders, Sophie-Marie Gose. Viel Spaß dabei! 🙂

Sophie-Marie GoseSophie Marie Gose wurde 1998 in Baden Württemberg geboren und lebt als Schülerin in Backnang bei Stuttgart. Seit September 2015 besucht Sie ein sozialwissenschaftliches Gymnasium um dort ihr Abitur zu absolvieren. Neben dem Schreiben spielt Sie gerne Theater und beschäftigt sich mit der japanischen Kultur. Momentan schreibt Sie an Ihrem Debütroman und an einer Gedichtsammlung. Wenn Sie nicht gerade liest oder schreibt, schwingt Sie entweder den Tennisschläger, oder ist im Stall.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Und wann wussten Sie das sie dies nicht nur als Hobby, sonder professionell machen wollen?

Über Harry Potter! In der vierten Klasse habe ich den letzten Band gelesen und war über das Ende so unzufrieden, dass ich mein eigenes kreieren wollte. Daraus ist dann meine erste Fanfiktion entstanden. Gut fünf Jahre habe ich dann regelmäßig Fanfiktions auf fanfiktion.de hochgeladen, hauptsächlich im Genre Harry Potter und Narnia. In der neunten Klasse haben wir uns in der Schule mit Lyrik beschäftigt und wir mussten als Hausaufgabe immer mal wieder Gedichte schreiben. Nur zum Spaß habe ich diese dann auf Fanfiktion.de hochgeladen und zu meiner Überraschung sehr positive Rückmeldung bekommen. Daraus hat sich dann ein Hobby entwickelt und ich habe begonnen meine Gefühle und Gedanken zu Worten, zu Gedichten zu verknüpfen. Unter meinem Bett lagen, bzw. liegen immer noch, ein ganzer Haufen verfasste Gedichte auf denen sich bereits eine Staubschicht gebildet hatte. Irgendwann fragte meine Mutter dann:“Warum schickst du deine Texte nicht mal an einen Verlag?“. Ich war vierzehn und total begeistert von der Idee ein Buch zu veröffentlichen. Natürlich habe ich mich sogleich an den Laptop gesetzt, ein Exposé geschrieben und meine Texte weggeschickt. Dann kam die ernüchternde Antwort: Gedichte von Unbekannten Autoren haben keine Chance veröffentlicht zu werden. Diese Antwort hat mich erst mal völlig aus der Bahn geworfen und ich habe die Texte in den tiefen meines Laptops verbannt. Ein Jahr später, den Februar diesen Jahres, habe ich meinen Blog Tintenklecks erstellt und mit ihm die „Mondays Poetry“ Reihe. Jeden Montag veröffentliche ich Montags ein Gedicht. Mit der Zeit habe ich mir eine kleine Community aufgebaut und immer mehr fanden meine Idee und die Texte gut. Dieser große positive Zuspruch hat mich dann so motiviert, meine Gedichte doch zu veröffentlichen.

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Wie lange haben Sie für die Herstellung ihres Buches gebraucht?

Das lässt sich nicht so genau sagen, da ich die Gedichte über zwei Jahre gesammelt habe. Das eintippen, bearbeiten, Cover erstellen und korrigieren lassen, hat knapp drei Wochen gedauert. Mein aktuelles Projekt hat allein fürs schreiben schon ein Jahr gedauert und ich sitze noch immer an der Korrektur…

Erzählen Sie doch mal ein bisschen mehr über ihr Buch. Um was geht es in diesem?

Es ist eine Sammlung von Gedichten über die verschiedensten Themen. Passend zur Jahreszeit reihen sich ein paar besinnliche Weihnachtsgedichte, an verträumten und Liebes Gedichten. Aber auch politische Themen und sonstige Gedankenspiele haben ihren Platz in Tintenklecks –Gedichte meiner Seele.

Ihr Buch trägt den Titel „Tintenklecks – Gedichte meiner Seele“. Erzähl uns einmal etwas mehr darüber!

Die Leser meines Blogs Tintenklecks haben mich dazu inspiriert das Buch zu veröffentlichen, der Name Tintenklecks ist also quasi eine Widmung an all meine Leser und Menschen welche mich bei diesem Projekt unterstützt haben. Da ich in diesem Buch wirklich ausschließlich Texte veröffentlicht habe von Themen oder Gefühlen, welche mir auf der Seele gebrannt haben und zu Papier gebracht werden mussten – Gedichte meiner Seele.

Wieso schreiben und publizieren Sie Bücher oder eBooks im Selbstverlag und nicht bei einem großen Publikumsverlag?

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Es ist allgemein schwer einen Verlag zu finden der zu einem passt und das eigene Buch veröffentlichen will, doch mit Gedichten ist das noch mal komplizierter. Nachdem mir mehrere Verlage gesagt haben das Gedichte auf dem Markt keinerlei Chance haben, musste ich mir eine Alternative überlegen. Ich wollte meinen Traum nicht aufgeben. Ich will den Menschen die Lyrik wieder näher bringen und auf politische Themen aufmerksam machen, doch wie sollte das ohne Verlag gehen? Auf meinem Blog Tintenklecks interviewe ich Autoren und da ist mir aufgefallen das viele von Ihnen Selfpublischer sind. Ich habe mich dann mit diesen Autoren in Verbindung gesetzt und mich über das „Selbstveröfentlichen“ informiert und welche Möglichkeiten es hier gibt. BookRix war die beste Lösung für mich. Gerne hätte ich mein Buch auch als Printversion, doch das würde sich leider nicht rentieren, sodass es erst mal „nur“ bei dem Ebook Format bleibt.

Ist es schwer als Selfpublisher Fuß zu fassen und seine Bücher zu verkaufen?

Ja, ein Buch zu veröffentlichen ist „leicht“, doch Leser zu finden extrem schwer. Man muss sich genau überlegen wie und wo man Werbung machen will. Ich Werbe hauptsächlich auf meinem Blog, Twitter, Instagram und meiner Facebook-Seite, aber auch in speziellen Werbegruppen auf Facebook.

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Welche Medien durchforsten Sie vor dem Bücher schreiben?

Keine, alles meinem Kopf entspringt .

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Schule, Lernen, mit den Hunden und in den Stall gehen, Trainieren, Freunde treffen, Bloggen und Nachts dann schreiben. Der ganz normale Alltag einer Jugendlichen „grin“-Emoticon.

Wo liegen Ihre Vorlieben als Buchautor bzw. als Leser? Welchem Genre kann man ihrem Buch zuordnen?

Ich lese hauptsächlich Fantasy und Dystopien. Gerade Bücher wie „die Verdammten“ oder „City o Bones“ haben es mir angetan. Bei meinem Buch „Tintenklecks –Gedichte meiner Seele“ handelt es sich um Lyrik.

Welche Ratschläge geben Sie jungen Autoren mit auf den Weg?

Glaubt an Euch und eure Texte und lasst euch von anderen nicht unterkriegen! Ihr habt einen Traum? Dann verwirklicht ihn euch! Auf dem Weg ein Buch zu veröffentlichen werdet immer wieder auf Kritik stoßen und Menschen die nicht an euch und euer Werk klauben –doch lasst euch davon nicht beirren! Nehmt euch konstruktive Kritik zu Herzen und lasst den Rest abprallen. Es gibt mittlerweile so viele Möglichkeiten sein Buch zu veröffentlichen und erste Erfahrungen als Autor zu sammeln, egal ob mit oder ohne Verlag. Ich kann euch nur Raten den Mut zu haben, seinen Text zu veröffentlichen, denn es ist ein unglaubliches Gefühl! Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren. -André Gide

 

Heute geht es um Sophies Buch „Tintenklecks – Gedichte meiner Seele“, welches ihr als E-Book gewinnen könnt. Dazu folgende Frage: Müssen Gedichte für euch unbedingt Reime enthalten? Oder ist das Nebensache?

 

3 Kommentare

  1. Christin Burger

    Auf keinen Fall! Gedichte müssen sich für mich nicht reimen. Aber berühren, das müssen sie mich 🙂

  2. Loredana Bursch

    Gedichte müssen sich meiner Meinung nach nicht unbedingt reimen. Hauptsache sie klingen schön 🙂

  3. Für mich müssen sich Gedichte nicht unbedingt reimen, aber die Sprache sollte einen gewissen Rhythmus haben.

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