Buch cbt Die Bestimmung Dystopie Fantasy Jugendbuch Veronica Roth

Die Bestimmung (1) – Veronica Roth

Die Bestimmung (1) - Veronica Roth

Die Bestimmung (1) – Veronica Roth

Serie: Die Bestimmung | Folge: 1 | Seitenzahl: 480 Seiten | Verlag: cbt (Verlagsgruppe Random House) | Erscheinungsdatum: 19.03.2012 | Dieses Buch kaufen: Hier

 

Die Trilogie Die Bestimmung wurde ja, nicht zuletzt durch die Kinofilme, von vielen Leuten ziemlich gefeiert. An mir ist dieser Hype bisher ein wenig vorbei gegangen, doch dank einer kleinen Aktion, die ich zusammen mit Nana – What Else? veranstaltet habe, wurde der erste Band der Serie nun endlich von seinem SuB-Dasein erlöst. Übrigens: Den ersten Film habe ich bereits gesehen, bevor ich das Buch gelesen habe. Eine interessante Kombination, die es bei mir so noch nie gegeben hat!

Story

In der Zukunftswelt von Die Bestimmung gibt es fünf Fraktionen: Altruan, die Selbstlosen, Ferox, die Furchtlosen, Ken, die Gelehrten, Candor, die Freimütigen und Amite, die Freundlichen und Friedfertigen. Jeder Jugendliche muss, wenn die Zeit reif ist, seine Fraktion wählen. Dabei soll ein Eignungstest helfen, der meist ein eindeutiges Ergebnis liefert, an das sich die zu Bestimmenden auch fast immer halten. Doch bei manchen, wenigen kann sich der Eignungstest nicht auf eine einzelne Fraktion festlegen. Beatrice ist eine von diesen „Unbestimmten“. Welche Fraktion wird sie wählen, und was wird ihr dort widerfahren?

Durch die ersten 400 Seiten der Geschichte zog sich ein wirklich sehr reißfester roter Faden, an dem ich mich gut entlang hangeln konnte. Während dieser Zeit war das Buch der absolute Page-Turner, die Charaktere waren mir sympatisch (manche auch nicht, was aber wohl so gewollt war) und ich habe die Geschichte rund um Tris, die Bestimmung, die Unbestimmten und die damit verbundenen Gefahren wirklich gerne gelesen.

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Und was ist jetzt mit den letzten 80 Seiten? Auch die haben mir eigentlich gut gefallen, und sie waren wirklich verdammt spannend, wenn nicht sogar spannender als die ersten 400. Doch was hat mich dann gestört? Erstens war mir am Ende alles ein bisschen zu hektisch, auch wenn ich das Geschehen noch so gerade mitverfolgen konnte. Außerdem war mir am Ende ein bisschen zu viel Gefühlslosigkeit und Ballerei in der Geschichte, was im Allgemeinen eigentlich weder zu der Geschichte noch zu unserer Protagonistin Tris (Beatrice) passt.

Doch im Allgemeinen ist die Geschichte vom ersten Band der Dystopien-Trilogie wirklich gut. Sie ist spannend und stellt interessante Fragen in den Raum. In die Situation des Hauptcharakters konnte ich mich sehr gut einfühlen und ihre Gedanken nachvollziehen.

Die Umgebung, in der Die Bestimmung größtenteils spielt, ist etwas einseitig. Das wiederum führt dazu, dass ich mir das Gebäude von Tris‘ Fraktion gut vorstellen konnte, da ja ein Großteil des ersten Bands in eben diesem spielt. Die zwischendurch eingestreuten „Ausflüge nach Draußen“ machen dafür umso mehr Spaß, da der Leser dort auch ein wenig die Stadt kennen lernen kann.

Wie bereits in der Einleitung geschrieben, kannte ich de Film bereits, bevor ich das Buch gelesen habe. Hierzu lässt sich sagen, dass der Film sehr nach an der Buchvorlage ist und einige Dialoge komplett übernommen wurden. Besonders am Anfang hatte ich einige Déjà-vu Momente, in denen mir die Szenen aus dem Film während des Lesens vor den Augen herumgespukt sind. Mich hat dies allerdings nicht gestört. Dennoch hat es sich allemal gelohnt, auch das Buch zu lesen. Einige Story-Stränge wurden im Film ausgelassen, und auch das Ende wurde in der Verfilmung ein wenig umgeschrieben. Doch auch über die Charaktere erfährt man im Buch deutlich mehr, aber dazu kommen wir gleich.

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Schreibstil

Das Buch ist in der Gegenwart und aus der Sicht von Beatrice geschrieben. Trotzdem trifft mein häufig genannter Kritikpunkt bei Büchern in der Ich-Perspektive, eine zu einseitige Beleuchtung der Charaktere, hier nicht auf. Auch über die anderen Personen in Die Bestimmung erfährt der Leser sehr viel. Ich konnte mir von vielen Charakteren, zum Beispiel Christina, Will, Four oder Jeanine ein gutes Bild machen, und habe – besonders in Bezug auf Jeanine – ähnlich gefühlt wie Beatrice.

Veronica Roth hat es geschafft, aus Die Bestimmung einen Page-Turner zu machen. Ich wollte einfach weiter lesen! Sie verliert sich nie in irgendwelche ewig langen Beschreibungen, sondern hält sich an das wichtigste. Die Handlung wird schnell voran getrieben, die Dialoge sind interessant und man hat das Gefühl, das immer irgendetwas passiert, was man sich nicht entgehen lassen darf. Genau so, bindet man Leser an das eigene Buch! 😉

Der Humor ist ein wenig wenig gesät worden, dass ist aber auch mein einziger Kririkpunkt.

Charaktere

Da das Buch aus der Perspektive von Beatrice geschrieben ist, konnte ich mich in sie auch am Besten hinein versetzen. Sie ist mir sympatisch, und als sich dann eine Liebesbeziehung anbahnt, und sie einfach nur unglaublich unsicher ist, irgendwie auch total süß. Irgendwie ähneln sie und ich uns in manchen Punkten ein bisschen, auch wenn ich mich ansonsten meist als eine Mischung aus Lisa Simpson und James Adams bezeichne. 😀

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Doch auch einige andere Charaktere waren mir direkt sympatisch – und in einigen habe ich mich ziemlich getäuscht! Alles in allem kann Veronica Roth ein tolles Charakter-Universum in diesem ersten Band der Trilogie schaffen. Jeder der Charaktere hat sehr eigene Eigenschaften (deshalb heißen die Eigenschaften auch so…) und Beatrice‘ Meinung zu den Personen erfährt man auch im Laufe des Buches.

Cover&Design

Das Cover zeigt das Logo der Ferox und eine in blau gehaltene Stadt im Hintergrund. Das Bild ist schlicht, aber dennoch sehr ansprechend. Es gefällt mir sehr gut. Außerdem sind das Ferox-Logo und der Schriftzug Die Bestimmung „aufgeklebt“ und heben sich dadurch vom Rest des Covers ab.

Die einzelnen Kapitel sind schön voneinander abgetrennt, auch die Schriftart ist sehr gut zu lesen. Auffällig ist nur, dass der Druck bei meinem Exemplar alles andere als perfekt war. Hin und wieder waren Buchstaben nicht lesbar, da sie „verwischt“ waren.

 

4 Kommentare

  1. Hi Benni! 🙂

    Mir erging es ganz gleich wie dir! Für mich war es auch ein spannender Pageturner, die letzten Seiten waren jedoch nicht wirklich meins. Da wäre weniger mehr gewesen. Ich freu mich schon auf unsere Mini-Leserunde zu Band 2!

    LG, Nana 🙂

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