Die Drei ??? Hörspiel

Die drei ??? (180) – und die flüsternden Puppen

Die drei ??? (180) - und die flüsternden Puppen

Die drei ??? (180) – und die flüsternden Puppen

Serie: Die drei ??? | Folge: 180 | Titel: und die flüsternden Puppen | Spielzeit: ca. 80 Minuten | Label: EUROPA | Erscheinungsdatum: 04.03.2016 | Dieses Hörspiel kaufen: Hier

 

Nach der durchwachsenen Folge 179 handelt es sich hierbei, erstmals nach 15 Jahren wieder, um eine Episode der Detektivserie, der ein Buch von André Minninger zu Grunde liegt. Konnte sie mich überzeugen?

Story

Peter erhält eine Einladung zu einem Probetraining in einem neuen Fitnesscenter, und prompt bekommt er praktisch aus erster Hand mit, wie ein Mädchen, Bianca, unterlegt von „In the Middle of the Night“, am hellichten Tag, entführt wird. Die Entführung wurde auf ihrem Walkman (Product Placement von Sony?) aufgezeichnet. Die drei Detektive folgen den dortigen Hinweisen und landen in einer Hütte in Mexiko, wo ihre Ermittlungen erst richtig Fahrt aufnehmen…

Die Folge fängt wirklich schön an. Der Anfang zieht sich nicht, es passieren mehrere spannende Dinge, die Entführung ist nett inszeniert und das gewisse Fünkchen Retro ist mit dem Walkman auch gegeben. Die Reise nach Mexiko danach fand ich zwar insgesamt ziemlich überstürzt, aber Justus neigt ja teilweise dazu, Entscheidungen zu treffen, mit denen die Detektivkollegen nicht einverstanden sind, da sie etwas zu gewagt, gefährlich oder voreilig sind.

Danach halten sich die drei Detektive, wie schon gesagt, in einer Hütte in Mexiko auf. Ich persönlich muss sagen, dass ich diesen Aufenthalt tatsächlich recht atmosphärisch fand, und auch eine gewisse Portion Humor war gegeben, besonders in Bezug auf Peters Angewohnheit, bei allen möglichen Sachen Angst zu kriegen. Viel mehr möchte ich nicht mehr erzählen, da das Spoilern würde. Aber: Am Ende hat Justus wieder mal einen seiner berühmten und nicht immer glaubwürdigen Geistesblitze.

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Außerdem gehört auch diese Geschichte zu der immer größeren Gruppe von Drei ??? Folgen mit ziemlich abgehobenen Enden. Die eingangs bereits erwähnte Folge 179 reiht sich in diese Gruppe genau so ein wie zum Beispiel „Das Tuch der Toten„. Auch hier wurde wieder viel Aufwand für etwas betrieben, das auch mit deutlich weniger Aufwand wäre möglich gewesen. Zwar wird versucht, dafür eine Erklärung zu nennen, doch diese ist wirklich absolut unglaubwürdig.

Insgesamt hat diese Story zumindest einen schönen Anfang und einen atmosphärischen Mittelteil, auch wenn das abgehobene Ende den Gesamteindruck doch etwas schmälert.

Sprecher

Hier fällt eine Sache ganz besonders auf: Ein ganz bestimmter Charakter wird, seit dieser Folge, krankheitsbedingt, nicht mehr von Andreas von der Meden sondern von Michael Harck gesprochen. Zwar hat dieser Charakter keine riesig große Rolle, doch die Veränderung ist durchaus auffällig. Zwar hat Michael Harck seinen Job wirklich gut gemacht, doch die Änderung eines so markanten Sprechers, der seit Anfang an dabei ist, ist nie besonders schön. Daher hoffe ich, dass es Andreas von der Meden bald besser geht, oder die von ihm gesprochenen Charaktere aus baldigen Veröffentlichungen einfach raus geschnitten werden.

Die restlichen Sprecher gefielen mir ausgesprochen gut. André Minninger tritt wieder in seiner Paraderolle als Godween auf, Ron wird von Gordon Piedesack gesprochen, der Andreas von der Meden als Onkel Quentin ersetzt hat, nachdem Andreas von der Meden zuvor den genialen Harald Pages ersetzt hat. Mario Ramos spricht auch einen der Charaktere und kann den Akzent sehr treffend rüber bringen. Die drei Hauptsprecher und Thomas Fritsch haben auch hier wieder eine gute Leistung abgelegt. Vielleicht kann man Jens Wawrczeck als Peter Over-Acting vorwerfen, doch ich denke, diese übertriebene Darstellung gehörte zum Humor der Szene.

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Musik

Den absolut kultigen EUROPA-Soundtrack „In the Middle of the Night“ habe ich bereits eingangs erwähnt. Die drei Detektive erinnern sich auch direkt an den Song, der wohl Skinny Norris‘ Lieblingslied sei – über Musikgeschmack lässt sich wohl streiten, ich mag den Song allerdings. 🙂 Mit dem Intro habe ich mich auch „schon“ seit längerem angefreundet, es war aber auch wirklich nicht schwer, nach dem Computer-Gebrabbel eine Steigerung abzuliefern. Dennoch würde ich mir mal wieder wünschen, dass das neue Titellied in voller Länge ausgespielt, und auch in den aus Feuermond bekannten, anderen Versionen, im Hörspiel verwendet wird.

Die Musik speziell in dieser Folge habe ich, neben den eben angesprochenen Punkten, als recht unauffällig empfunden. Eingängige Melodien habe ich vergeblich besucht, die Musik passte aber immerhin zu ihrem Einsatzort und wirkte nicht deplatziert. Ich hätte die Musik aber in den gruseligen Szenen anders eingesetzt, da hier meiner Meinung nach eine noch bessere Atmosphäre hätte erschaffen werden können, aber das ist wohl Geschmackssache. Und noch was: EUROPA, wann veröffentlicht ihr „In the Middle of the Night“ mal endlich komplett?

Effekte

In dieser Kategorie habe ich bei EUROPA-Hörspielen selten etwas zu meckern. Zwar ist die Atmosphäre, die durch die Geräusche erschaffen wird, nicht auf dem Niveau eines Oliver Döring Hörspiels oder einiger anderer, aufwändiger Produktionen, doch insgesamt kann sich die Untermalung bei den drei ??? durchaus hören lassen. Auch in dieser Folge ist das nicht anders.

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Die namensgebenden, flüsternden Puppen haben natürlich auch einen Auftritt. Die dadurch vorhandenen Geräusche und Laute kamen meiner Meinung nach authentisch rüber und konnten mich überzeugen.

Cover&Design

Ja, mit dieser Folge wurde ein neues Logo eingeführt. Nach dem schon nicht mehr ganz so kultigen EUROPA-Logo mit den abgerundeten Ecken haben wir jetzt ein EUROPA-Logo mit Play-Button und irgendwelchen bunten Blasen. Mich persönlich kümmert das nicht, da ich von den drei ??? eh die Kassetten-Fassung erhalte, auf der noch das „alte“ Logo zu sehen ist. Abgesehen davon finde ich sowieso, dass es wichtigeres gibt, als das Design der Label-Kennung. Dennoch finde ich diesen dauernden Modernisierungs-Wahn, wie er leider auch bei der Zeitung eingetroffen ist, die ich im Abo habe, Der WELT, in vielen Belangen etwas störend und oft auch unnötig.

Das Cover speziell dieser Folge finde ich eigentlich ganz nett. Die schönen Lichtspiegelungen sind mir ja bereits bei anderen Covers aufgefallen, irgendwie mag ich Lens Flairs einfach. Die Puppe finde ich absolut nett designed, wobei ich finde, dass man sich die schwarze Puppe im Hintergrund hätte sparen können. Irgendwie wirkt sie für mich ein bisschen gezwungen, so von wegen „Wir haben noch Platz, lass‘ da mal schnell irgendwas hin malen!“

2 Kommentare

  1. Hallo,
    Ich suche verzweifelt nach dem ersten Lied, dass der walkman wiedergibt…
    What’s a girl to do about loving, when the man is gone… shazam und nichts hilft.
    Kann jemand helfen?

    Danke,
    Stefan

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