Die Weisse Lilie Hörspiel

Die weisse Lilie: Tödliche Stille – Kapitel 2

Die Weisse Lilie: Tödliche Stille - Kapitel 2

Die Weisse Lilie: Tödliche Stille – Kapitel 2

Serie: Die weisse Lilie: Tödliche Stille | Folge: 2 | Spielzeit: ca. 37 Minuten | Label: recordJet | Erscheinungsdatum: 31.03.2016 | Dieses Hörspiel kaufen: Hier

 

Nach dem schon wirklich guten Auftakt der neuen Hörspielserie Die Weisse Lilie war ich unter anderem wegen des Cliffhangers am Ende des ersten Kapitels sehr gespannt auf dieses Hörspiel. Hier nun meine Rezension.

Story

Nachdem im ersten Kapitel unter anderem die Gefangennahme des Auftragskillers Daniel Porter inszeniert wurde, bildet das zweite Kapitel in Bezug auf diesen Handlungsstrang eine Art Prequel. Es wird erzählt, wie Porter nach Birere fährt, um dort eine mysteriöse Person zu treffen, die ihn für seine Mission ausrüsten soll. Währenddessen gehen Detective Henry Miles und sein neuer Partner Samuel Haden weiteren Spuren auf den Grund, die sich zum Ende der ersten Folge ergeben haben. Dabei stoßen die Polizisten auf merkwürdige Anhaltspunkte…

Abgesehen von den Teilen der Geschichte, die im Kongo spielen, ist das zweite Kapitel von Die Weisse Lilie durch und durch ein Krimi. Miles und Haden sammeln Anhaltspunkte, befragen Personen, und es gibt sogar ein Rätsel, dem die beiden nachgehen. Dieser Krimi-Part hat mir – wohl auch wegen der unglaublich sympatischen Polizisten – sehr gut gefallen.

Die Szenen, die von dem Auftragskiller Daniel Porter handeln, gefallen mir auch sehr gut, kommen aber vom Unterhaltungsfaktor nicht an die Parts mit Miles und seinem Partner ran. Zwar ist weiterhin absolut unklar, wer Porters Auftraggeber ist, und auch die Zielperson wird nur sehr, sehr langsam enthüllt, doch konnten mich die Szenen im Kongo trotz dieser beiden „Motivatoren“ nicht so sehr fesseln.

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Eine große Frage steht aber weiterhin im Raum: Wie sollen sich diese beiden Handlungsstränge, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten, irgendwann treffen? Bisher fallen mir absolut gar keine Übereinstimmungen auf, mal von den weißen Lilien abgesehen, die allerdings in dieser Folge nicht so häufig (gar nicht, wenn ich mich nicht ganz täusche) erwähnt wurden. Deshalb gilt hier dasselbe wie auch in der Rezension zu Folge 1: Es wird mir schwer fallen, die einzelnen Folgen zu bewerten, ohne den Gesamtzusammenhang zu kennen. Ich denke, nachdem die Serie irgendwann fertig ist, werde ich ein Résumé-Video erstellen.

Sprecher

Die Besetzung der Hauptrollen ist selbstverständlich identisch zu der in der ersten Folge. Holger Mahlich als Frank Monroe hat dieses mal aber einen deutlich längeren Auftritt, was mir sehr zugesagt hat. Er spricht seine Rolle wirklich ausgesprochen gut. Stephan Benson und Timo Kinzel als Miles und Haden sind ein sehr dynamisches und schön anzuhörendes Duo. Besonders Miles etwas schrullige Art konnte von Benson hervorragend verkörpert werden.

Die Nebenrollen haben auch häufig punkten können: Zwar hat es kein Sprecher geschafft, wirklich heraus zu stechen, doch es ist ein wirklich authentisches und gut gelungenes Gesamtbild vorhanden.

Musik

Der Soundtrack ist – wie schon in Folge 1 – sehr stilsicher, passend eingesetzt, eingängig und schön anzuhören. Es wird viel mit dem Klavier gearbeitet, doch auch andere Instrumente lassen sich heraus hören. Die Melodie hat mir zugesagt, unter anderem auch, da sie ein gewisses, geheimnisvolles Element, bietet, was sehr gut zu der Geschichte passt.

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Die Stücke werden nur an wenigen Stellen eingesetzt, dafür dann aber sehr lang. Und eigentlich ist das auch gut so, da die Musik sonst nur die grandiosen Effekte übertönen würde, um die ich mich nachfolgend kümmern werde…

Effekte

Diese Folge habe ich sowohl mit meiner Anlage als auch per Kopfhörer gehört. Ich persönlich bevorzuge im Normalfall die laute Wiedergabe über Boxen und nicht den Kopfhörer, doch muss ich tatsächlich sagen, dass ich über Headphones besser in die Geschichte eintauchen konnte und das Erlebnis irgendwie „näher“ war, während ich bei der Wiedergabe über die Anlage eine größere Distanz zu den Geschehnissen hatte. Ich kann mich der Empfehlung der Produzenten, die Hörspiele über Kopfhörer zu hören, also nur anschließen.

Die Geräuschkulisse an sich war wieder phänomenal. Die Dichte an verschiedenen Effekten, die mir in jeder Situation eindeutig klar machen konnte, wo sich die agierenden Charaktere gerade befinden oder was nun im Moment vor sich geht, such meiner Meinung nach Ihresgleichen. In dieser Kategorie muss ich wieder eine sehr hohe Punktzahl vergeben.

Cover&Design

Hier könnte ich mich theoretisch auch selbst zitieren, da sich hier – im Gegensatz zu Folge 1 – nichts verändert hat, wenn man man von der Folgennummer rechts oben und dem Schriftzug ganz unten absieht. Weiterhin gilt: Das Cover ist sehr schlicht, das Motiv ist aber dennoch schön und die Farbgebung passt zur Geschichte. Da diese Folge bisher aber nur als Download erschienen ist, ist das Cover aber sowieso ziemlich irrelevant. Hoffentlich kommen die Leute hinter Die Weisse Lilie mit der CD-Veröffentlichung bald hinterher. Ich persönlich will übrigens immer noch den Soundtrack auf Vinyl haben. Jetzt sofort. Am besten kostenlos. 😉

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