Edgar Wallace Hörspiel

Edgar Wallace (1) – Die toten Augen von London

Edgar Wallace Folge 1 Die toten Augen von London Cover HD EUROPA

Edgar Wallace war einer der wohl bekanntesten Krimi-Autoren aller Zeiten. Irgendwann Mitte der 80er wurden Horror-Filme und Erwachsenen-Hörspiele dann Hipp – und auf diesen Zug musste EUROPA natürlich aufspringen, mit den Serien „Edgar Wallace“, „Larry Brent“, „Macabros“ und „Dämonenbrut“.

Story

Direkt zu Anfang wird – bei Edgar Wallace wohl typisch – jemand ermordet. Danach erfolgt direkt der „Schwenk“ zur Haupthandlung: Larry Holt wird damit beauftragt, den Tod der ermordeten Person aufzuklären. Larry Holt fährt also nach London, wo die Folge spielt (wie man sich bei dem Titel schon fast denken konnte). Dort wird ihm eine äußerst intelligente Sekretärin namens Diana Ward zur Verfügung gestellt. Die beiden beginnen also, den „Unfall“ aufzuklären. Schon bald stoßen sie auf eine erste Spur, die sie auf die Fährte einer Verbrecherbande lenkt, welche ausschließlich aus Blinden besteht.

Die Geschichte ist komplexer als die Detektiv-Geschichten, die man bei EUROPA dank den „drei ???“ und co. gewöhnt ist. Auch die Spielzeit von 48 Minuten war für damalige Verhältnisse überdurchschnittlich lang. Der Geschichte muss ich auf jeden Fall zu Gute halten, dass ich in keinem Moment Probleme mit den vielen Charakteren hatte. Mir war zu (fast) jedem Zeitpunkt klar, wer jetzt wer ist und warum er hier ist.

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Man könnte vielleicht behaupten, dass die Geschichte ein wenig abgedreht ist: Ein paar „Zufälle“ zu viele. Und dann heiraten plötzlich auch noch zwei Leute… (Ja, echt, ZWEI Leute) Das Ende gefiel mir wiederum sehr gut, wer das Hörspiel kennt, kann sich denken warum. Ich will nicht zu viel spoilern.

Das Hörspiel hat meiner Meinung nach einige positive und auch einige negative Aspekte. Und ob die Folge nun gut oder schlecht ist, muss in diesem Fall wirklich jeder für sich selbst wissen. Wer also mit vielen Charakteren klar kommt und komplexe Polizei-Geschichten von Edgar Wallace mag, sollte sich das Hörspiel (am besten in 1. Auflage, aber dazu später mehr) kaufen.

Sprecher

Die Sprecherliste ist sehr prominent: Günther Dockerill, Günther Flesch, Günther Ungeheuer, Pia Werfel, Horst Naumann und Horst Stark kennt man schon aus vielen anderen EUROPA-Produktionen, und sie machen ihren Job wirklich gut. Pia Werfel habe ich erst vor Kurzem in „X7 antwortet nicht“ gehört, wobei sie hier einen deutlich weniger zickigen und hochnäsigen Eindruck macht. Auch Günther Ungeheuer, dank der Gruselserie einer meiner Lieblings-Sprecher der alten EUROPA-Zeit, gibt einen tollen Inspektor ab.

Musik

Der Soundtrack von „Edgar Wallace“ ist (in der ersten Auflage) absolut genial! Er besteht aus einer Mischung von Carsten Bohn, David Allen und Betty George (Pseudonym). Die Jazz-Big-Band Stücke (oder teilweise eher Jingles) von David Allen passen perfekt zu dem Hörspiel, und auch die Bohn-Musik ist gekonnt eingesetzt.

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Die zweite Auflage (Rückkehr der Klassiker) liegt mir nicht vor, es ist dennoch selbstverständlich, dass alle Bohn-Stücke in dieser Auflage fehlen. Schon allein deshalb kommt sie nicht an die erste Auflage ran. Ob in der RdK-Auflage noch zusätzlich Dialoge geschnitten wurden weiß ich nicht, unwahrscheinlich ist es aber auch  nicht unbedingt. Wer also die komplette Atmosphäre dieses Hörspiels genießen will, sollte zur 1. Auflage greifen, die man leicht daran erkennen kann, dass die Kassette Gelb und nicht Schwarz ist.

Effekte

Die Geräusch-Kulisse ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen, zumindest ist mir nichts negativ „ins Ohr gesprungen“. Alles andere hätte mich aber auch sehr gewundert, die Effekte sind in den (alten) EUROPA-Produktion eigentlich immer perfekt eingebaut.

Cover&Design

Das Cover ist, zumindest für EUROPA-80er-Horror Verhältnisse, recht schlicht gehalten. Gruselig ist es trotzdem, und trifft das Hörspiel (bzw. dessen Geschichte) auch sehr gut. Auffallend ist: In der RdK-Auflage fehlt die Seriennummer am oberen Rand, ein weiteres Unterscheidungsmerkmal für die beiden Auflagen.

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