Elea Eluanda Hörspiel

Rezension: Elea Eluanda (1) – Das Labyrinth der blauen Eulen

Elea Eluanda (1) - Das Labyrinth der blauen Eulen

Elea Eluanda (1) – Das Labyrinth der blauen Eulen

Serie: Elea Eluanda | Folge: 1 | Spielzeit: ca. 52 Minuten | Label: Zauberstern Records | Erscheinungsdatum: 18.11.2016 | Dieses Hörspiel kaufen: CD (Amazon)* | CD (Zauberstern Shop)

 

Elea Eluanda ist wieder da! Schon auf All Your Entertainment hatte ich über die Neuauflage berichtet, und nun halte ich die erste CD in meinen Händen. Wie es mir beim Hören ergangen ist – und wieso ich mit der ersten, neuen Folge nicht so ganz warm werden konnte, erfährst du in dieser Rezension.

Story

Elea Mischniks Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Sie selbst aber hat überlebt, ist von nun an aber an einen Rollstuhl gebunden, da sie vom Unfall eine Querschnittslähmung davon getragen hat. Aus dem Krankenhaus zurück in ihrer Heimatstadt Altenberg, erwartet sie aber noch eine weitere, unschöne Überraschung: Sie muss in die Schule gehen – obwohl Ferien sind! Zum Glück gibt es da Biggi aus Neustadt (ich denke den Wink versteht jeder ;-)), die Elea schon bald eine Freundin wird. In einem Buch stoßen die beiden dann auf eine Legende, laut der es ein Labyrinth unter der Stadt Altenberg gibt. Und was sie dort finden, kann sich jeder Fan der Serie sicherlich schon denken… Wiezibum? Wozibum? Wazibum? Nein, für die Neueinsteiger will ich nicht spoilern. 🙂

Das klingt doch alles soweit erst mal ganz gut, oder? Eine schöne, kleine Einstiegsfolge, für die, die noch nie ein Elea Eluanda Hörspiel gehört haben. Ja, stimmt. Dennoch hatte ich so meine Probleme mit dem Hörspiel, was aber nicht nur an der Geschichte lag. Ich frage mich allerdings, wie die Autoren Biggi wieder aus dem Hörspiel raus kriegen, da dieser Charakter in den chronologisch nach diesem Hörspiel spielenden Folgen von Kiddinx nicht auftritt. Oder ist dies ein komplettes Reboot, welches die bereits vorhandenen Folgen gar nicht beachtet?

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Ich möchte zur Geschichte an dieser Stelle gar nicht viel sagen. Für Neueinsteiger sicherlich eine schöne Einleitung, wobei man meiner Meinung nach auf diese Folge auch hätte verzichten können, da sie irgendwie ein bisschen entzaubert. Aber daran werden sich Fans der „alten“ Serie gar nicht so sehr stören, sondern eher am nächsten Punkt…

Sprecher

Erst mal: Es freut mich, dass Teile des alten Casts wieder mit dabei sind, beispielsweise Giuliana Jakobeit (Elea) oder der geniale Helmut Krauss (Otto Kopnik), den viele sicherlich noch als den Nachbarn Herr Paschulke aus Löwenzahn kennen. Auch Gerrit Schmidt-Foss ist wieder dabei, in seiner absoluten Paraderolle als Eule. 😉

Doch so schön es war, diese Stimmen wieder zu hören, so sehr hat es mich gestört, andere nicht wieder zu hören. Mir war von Anfang an klar, dass mir die anderen Stimmen auffallen werden, aber das mir das so negativ ins Ohr sticht (Haha, lustig…) hätte ich irgendwie nicht gedacht. Der neue Erzähler macht seinen Job gut, doch er kann so gut sein wie er will, an den genialen Lutz Mackensy kommt eben niemand ran. Für mich ist es unverständlich, warum er nicht erneut verpflichtet wurde – immerhin macht er den Erzähler bei den Fünf Freunden und Hanni und Nanni ja immer noch.

Noch schlimmer fand ich aber den Wegfall von Peter Groeger, der zuvor Schuldirektor Quirin Bartels gesprochen hat. Die sehr amüsanten, verbalen Gefechte zwischen Bartels und Kopnik sind zwar wieder mit an Bord, doch sie können bei weitem nicht die Dynamik und die Coolness von früher erreichen. Das war für mich immer ein sehr wichtiger Bestandteil dieser Hörspielserie – ich hoffe, ich kann mich an den neuen Bartels gewöhnen.

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Auch ein paar andere Charaktere wurden anders besetzt, Tante Lissy zum Beispiel.

Bei Sprecherwechseln ist es immer schwer, sich an die neuen Stimmen zu gewöhnen. Doch bei dieser Hörspielserie, die so sehr von ihren markanten Sprechern gelebt hat, die ihre Rolle einfach so grandios verkörpert haben, schmerzt der Wegfall dieser stimmen einfach. Ich denke, in ein paar Folgen werde ich mich an die neuen Stimmen gewöhnt haben. Dennoch würde ich in den weiteren Produktionen lieber die alten Stimmen hören. Lässt sich da nicht noch was machen, Zauberstern?

Musik

Das Titellied wurde neu arrangiert, allerdings ist das tatsächlich ziemlich gut gelungen. Der Text ist der selbe geblieben, wobei mich die seltsame Betonung des Namens Elea teils zur Weißglut hätte bringen können. Keine Angst, ich habe mich beherrscht.

Zwischenmusik gibt es weiterhin nicht. Zwar ist das bei Kiddinx-Hörspielen immer so gewesen, doch deshalb ist das ja immer noch nicht gut. Warum Zauberstern hier die negativen Begleiterscheinungen der alten Hörspielserie mit-übernommen hat, finde ich ein bisschen unverständlich. Durch das fehlen von Musik geht meiner Meinung nach ein bisschen Atmosphäre verloren. Hoffentlich gibt es in den folgenden Folgen wieder ein paar Gesangseinlagen, und hoffentlich wird die arambolische Hymne nicht neu abgemischt – sie kann nur schlechter werden! Glücklicherweise bin ich Besitzer der Extraprima Hits Soundtrack-MC. 🙂

Effekte

Ein Feuerwerk der Effekte war Elea Eluanda noch nie, daran hat sich auch nichts – weder zum positiven, noch zum negativen – geändert. Meiner Meinung nach braucht diese Serie das aber auch gar nicht, da sie von anderen Sachen lebt. Allerdings besticht diese erste Folge nicht unbedingt durch eine Vielzahl an Schauplätzen, so dass sich hier in Zukunft noch einiges ändern kann.

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Alles in allem sind die Geräusche absolut kein Reinfall, aber auch keine Verbesserung gegenüber der alten Kiddinx-Serie. Ich komme damit gut klar, und die junge Zielgruppe sicherlich auch.

Cover & Design

Ich mag das Cover. Es ist nett gezeichnet und man sieht sofort, worum es geht. Das neue Logo von Elea Eluanda ist gut gelungen und fügt sich schön in das Design der CD ein. Schade finde ich allerdings, das die neuen Folgen nicht mehr auf Kassette erscheinen werden. Eine solche Veröffentlichung wäre – besonders für Fans der alten Serie – sicherlich eine coole Sache.

Bei meiner Promo-Fassung ist das Inlay noch ein bisschen minimalistisch, aus einer Sprecherliste findet sich dort nämlich nichts. Bei den alten Kassetten (und sicherlich auch CDs) gab es immer ein Arambolisches Wörterbuch, was eine ziemlich lustige Idee war. Allerdings steht in den Fußnoten, dass das Design noch nicht final ist.

3 Kommentare

  1. Pingback: Elea Eluanda - Das Labyrinth der blauen Eulen ⋆ Der HörspielBär

  2. Mir hat die neue Folge sehr gefallen. Besonders der Part am Anfang wo Elea noch nicht mit dem Rollstuhl klar kommt
    https://hoerspielbaer.de/elea-eluanda-das-labyrinth-der-blauen-eulen/

    • Benjamin Kalt

      Ich glaube, ich bin einfach noch zu sehr in der „alten“ Elea-Serie drin. 🙂

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