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Emergency Room – Die Notaufnahme (ER)

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Puh… Ich hab’s geschafft! 331 Episoden in 15 Staffeln – Damit ist ER eine der längsten und auch eine der teuersten TV-Serien aller Zeiten!

Story

Die Serie ER beschreibt den medizinischen Alltag in Chicagos Lehrkrankenhaus County General. Es wird die Behandlung von Patienten thematisiert, aber auch private Probleme der Ärzte und Krankenschwestern. Alle Story-Stränge der Serie aufzuzählen würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb möchte ich die einzelnen Staffeln bewerten, ohne eine Inhaltsangabe zu jeder Staffel zu schreiben.

Der Fokus der ersten beiden Staffeln liegt auf der Ausbildung des Medizin-Studenten John Carter (Noah Wyle). Die Folgen sind Serien-typisch Action-geladen und behandeln unter anderem die Konflikte zwischen Carter und seinem Lehrer Dr. Peter Bendton (Eriq La Salle). Außerdem wird die angespannte, freundschaftliche Beziehung zwischen Dr. Doug Ross (George Clooney) und dem Oberarzt Dr. Mark Greene (Anthony Edwards) beschrieben. In den ersten beiden Staffeln steht das Behandeln von Patienten eindeutig im Fokus, die zwsichenmenschlichen Beziehungen sind eher unwichtig.

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Die darauf folgenden Staffeln handeln weiterhin primär von Greene, Carter und Bendton. Deren familiäre Situation wird genauer geschildert. Außerdem stellt die Serie die Frage in den Raum, ob es verantwortlich ist, eine HIV-positive Ärztin in der Notaufnahme arbeiten zu lassen.

Mit der Achten Staffel folgt ein fast kompletter Reboot der Serie – leider! Greene geht Ende der Staffel*, Bendton ist weg, Ross ist weg – Carter ist fast der einzige, der seit Staffel eins in der Serie mitspielt. Besonders durch das Ausscheiden von Dr. Greene hat die Serie einen teil ihres Charakters verloren, auch wenn ich absolut nichts gegen die neuen Ärzte wie Dr. Luca Kovac oder Dr. Morris habe. Dennoch kann die Serie durch die große Umstellung im Cast nicht mehr an die Qualität der ersten Staffeln anknüpfen.

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Bis zur Zwölften Staffel dümpelt die Serie also vor sich hin, meiner Meinung nach nicht mehr als die Top-Serie, die ER mal war. Die Staffeln 13 und 14 die wohl schlechtesten der Seriengeschichte – zu wenige „richtige“ Charaktere.

Die 15. Staffel gefiel mir wieder deutlich besser, weil Carter, Bendton, Ross und viele weitere, alte Gesichter in einigen Episoden wieder auftauchen. Die Serie erhält mit dieser Staffel ein würdiges Ende.

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Die Story-Stränge von ER beschäftigen sich oft mit dem realem Problem von überfüllten Notaufnahmen in den USA. Auch das Problem, das Berufsleben und das Privatleben unter einen Hut zu kriegen spielt eine wichtige Rolle. Immer wieder handelt die Serie von unheilbaren Krankheiten wie AIDS oder dem Down-Syndrom. Durch die Behandlung der Patienten konnte ich einiges über die Vergabe von Medikamenten in der Notaufnahme lernen. Und das ist auch das tolle an ER: Die grandiose Mischung aus realistischen, medizinischen Einsätzen und der Beleuchtung des Privat-Lebens der Ärzte, die einem schnell ans Herz wachsen – besonders natürlich Dr. Greene. Und mit dem „Ausscheiden“ von Greene hat die Serie auch einen Moment geschaffen, der mich zum heulen brachte – und das ohne übermäßige Theatralik.

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Die Serie schafft es Gefühle der Patienten gut einzufangen und an den Zuschauer weiter zu geben und das wird durch immer wieder neue Situationen nie langweilig. Hut ab vor den Story-Schreibern, diese haben einen wirklich tollen Job geleistet! Die Wertung wird durch die schlechten Staffeln 13 & 14 leider etwas getrübt.

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Schauspieler

Emergency Room ER Cast (Season 4) Der ER-Cast ist riesig, zu groß, um ihn hier komplett aufzuzählen. Ärzte kommen und gehen, manche weil sie einen besseren Job angenommen haben, manche sterben aber auch. Der Cast der ersten 5 Staffeln gefällt mir persönlich am besten, die guten alten Zeiten, als Clooney, Edwards und Bendton noch da waren. Die Haupt-Charaktere spielen zwar alle auf einem hohen Niveau, dennoch gefallen mir die Rollen anfangs einfach besser.

Die Synchronsprecher arbeiten auf einem guten Niveau, auffällig ist nur der Mehrfacheinsatz einiger Sprecher, Eberhard Prüter spricht in insgesamt 7 Folgen 5 unterschiedliche Charaktere. (Wenn ich mich nicht verzählt habe)

Besonders „ehren“ möchte ich hier die Schauspieler, die von Staffel 1-15 durchgehend an der Serie teil hatten, besonders bei den Krankenschwestern ist das der Fall.

Bild

Die Serie ist ausschließlich auf DVD erhältlich, ergo liegen die Folgen nur in SD-Auflösung vor. Das Seitenverhältnis beträgt in jeder Staffel 16:9, die einigen Ausnahmen sind die Intros der ersten Staffeln und die Live gesendete Episode „Ambush“. Die Serie zeichnet sich besonders durch den häufigen Einsatz sogenannter „Steadicams“ aus. Dabei handelt es sich um Film-Kameras, welche auf eine Schwebestativ montiert sind – so kann der Kameramann mit der Kamera auf der Schulte durch die Gegend rennen, ohne dass das Bild wackelt. Diese Art des FIlmens wurde auf Grund der engen Räume und Gänge im County General Hospital gewählt. Übrigens: Steadycams sind auch im Consumer-Bereich erhältlich und werten die Videos von Hobby-Filmern doch ziemlich auf!

Die Qualität ist halt SD – nichts wirklich tolles. Ich gehe dennoch davon aus, dass zumindest die späteren Staffeln auch in HD oder gar 4K gedreht wurden, deshalb bin ich zuversichtlich, dass es zu einem Blu-Ray Release der Serie kommen wird.

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Ton

Die musikalische Untermalung ist – zumindest in den ersten Staffeln – genial. Das Titellied, komponiert vom Kult-Film-Musiker James Newton Howard (siehe Videos oben) ist ein absoluter Ohrwurm und passt tol, zur Serie. Die in den Folgen verwendete Musik hat mir in den ersten Staffeln auch sehr gut gefallen, besonders das Lied „Hero“. Den Soundtrack der Staffeln 1 & 2 kann man (leider nur noch antiquarisch) auf CD und MC beziehen. In Staffel Sieben (bei Mark Greenes ausscheiden aus der Serie) wurde „Over the Rainbow“ gespielt – wenn ich das Lied höre, muss ich immer an diese Szene denken. Auch die restlichen Lieder gefallen mir ganz gut, bis dann mit Staffel 13 das Titellied zu irgendwelchem elektronisch produzierten Scheiß geändert wurde. Grauenhaft! In der allerletzten Folge wurde zum Glück das alte Lied wieder verwendet.

Die deutsche Tonspur liegt in Stereo vor, bei einer Drama-Serie absolut ausreichend. Der englische Ton ist (in den späteren Staffeln) in 5.1 vorhanden. An der Qualität gibt es nicht zu meckern, auffällig ist nur, dass die Schritte der Charaktere manchmal falsch synchronisiert wurden.

Extras

Über die Extras der ersten Staffeln kann ich nichts sagen – Ich finde Extras bei Serien aber sowieso unwichtig. Der Staffel 15 liegen „nie gezeigte Szenen“ auf einer Disc bei, ein netter Bonus. Die hohe Wertung gibt es, da mir Extras bei Serien absolut schnuppe sind.

*Danke an gordocooper fürs melden eines Fehlers. 🙂

 

 

2 Kommentare

  1. gordocooper

    Green ist über die ganze Staffel 8 noch dabei ! (bis auf Folge 22)

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