Foster Hörspiel

Foster (2) – Das Erlöschen des Lichts

Foster (2) - Das Erlöschen des Lichts

Foster (2) – Das Erlöschen des Lichts

Serie: Foster | Folge: 2 | Spielzeit: ca. 53 Minuten | Label: Imaga, wortart | Erscheinungsdatum: 15.04.2016 | Dieses Hörspiel kaufen: CD (Thalia)* | CD (Amazon)* | Download (Amazon)*

 

Nachdem mir die erste Folge der neuen Oliver-Döring-Hörspielserie Foster schon ganz gut gefallen hat, mich aber am Ende etwas ratlos hat stehen lassen, war ich natürlich sehr gespannt auf die zweite Folge der Serie. Und ja: Bei einigen Dingen wird Licht ins Dunkle gebracht, bei vielen aber auch nicht. Meine Meinung zur zweiten Folge kannst du hier nachlesen.

Story

Wichtig: Solltest du Folge 1 noch nicht gehört haben, könnte der Story-Absatz leichte Spoiler beinhalten. Emily Blake wurde entführt. Der zu Ende der ersten Folge eingeführte Detective Inspector Foster wird von den Eltern des entführten Mädchens – der Vater ist Minister – damit beauftragt, Emily zu finden. Das stellt sich als nicht gerade einfach raus, doch der zwar sehr eigenwillige, aber intelligente Foster hat schon bald eine Spur. Es scheint, als würde Emily von Verrückten festgehalten werden, die das Mädchen für irgendeinen Dämon opfern möchten!

Nach der sehr Sci-Fi-lastigen Story der ersten Folge finden wir hier eindeutig mehr Krimi-Elemente, die mir unter anderem auch wegen des sympathischen Hauptcharakters sehr gut gefallen haben. Foster befragt Leute und bedient sich moderner Ermittlungs-Methoden, die vielleicht nicht immer so ganz der Norm entsprechen, aber zielführend sind. Doch neben diesem Haupt-Story-Strang wird auch noch aus mehreren anderen Perspektiven erzählt:

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Mehrfach wird erzählt, was die Eltern der entführten Emily so treiben; und das ist teils wirklich sehr ekelhaft. Und nein, ich meine das nicht im sexuellen Sinn. Auch wird gezeigt, wie es Emily selbst geht, was mir ein verstörendes Bild der Entführer vermittelt hat. Was haben diese Menschen vor? Das erfahren wir zwar nicht wirklich vollumfänglich in dieser Folge, aber Foster soll ja immerhin auch vier Kapitel haben.

Eine weitere Perspektive zeigt zwei Banditen, unter deren Schiff ganz plötzlich und wie aus dem nichts eine Insel auftaucht. Was hat es damit auf sich, und wie hängt das mit der eigentlichen Story zusammen?

Die Geschichte dieser zweiten Folge ist wieder nur ein kleines Puzzlestück im Gesamtkunstwerk. Bei vielen Dingen tappe ich noch im Dunklen – ähnlich wie Foster – und offensichtlich teils auch wortwörtlich. Ich freue mich schon sehr auf die letzten beiden Folgen. Immerhin: Episode Drei ist bereits bei mir eingetroffen. 🙂

Sprecher

Wie schon die erste Folge trumpft auch Foster (2) mit einer grandiosen Besetzung auf. Foster selbst wird von Thomas Nero Wolff absolut genial verkörpert, die Mutter der entführten Emily (ist der Name eigentlich eine Referenz an Die drei ??? und das Auge des Drachen?) klingt ebenso genial und auch die kleineren Rollen müssen sich absolut nicht verstecken.

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In diesem Hörspiel hören wir die Synchronstimmen großer Hollywood-Stars wie Mark Hamill oder Wesley Snipes, nur dass sich diese eben mal nicht an die Lippenbewegungen des Schauspielers halten müssen, sondern etwas mehr Freiheiten haben. Das ist wirklich schön anzuhören. In dem Hörspiel ist mir keine einzige Stimme aufgefallen, die ich nicht gemocht habe.

Musik

Der Soundtrack von Foster hat sich ja schon in der ersten Folge eher zurück gehalten, und das ist auch so geblieben. Wirklich ausgespielt wird ein Lied nur am Ende der Episode, ansonsten wird gelegentlich Musik als leichte Hintergrunduntermalung oder zum Spannungsaufbau verwendet.

Dadurch ist der Foster-Soundtrack leider alles andere als eingängig, was ich etwas schade finde. Insgesamt finde ich, dass Musik bei IMAGA-Hörspielen immer ein schwieriges Thema ist. Ich persönlich mag eingängige Stücke, die gekonnt eingesetzt werden und die Atmosphäre untermalen lieber, als irgendwelche Musiken, die auch von der nächsten Royalty-Free-Audio-Seite sein könnten, aber vielleicht dennoch zur aktuellen Stimmung passen.

Effekte

Wie bei Oliver Döring typisch trumpft auch Foster mit einer wirklich guten Geräuschkulisse auf. Alle Effekte scheinen passend eingesetzt, es ist immer klar, wo sich ein Charakter gerade befindet und was passiert, und im Allgemeinen ist die Dichte an Effekten wirklich sehr hoch, kann aber bei weitem nicht mit Die Weisse Lilie mithalten.

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Die Szenen, in denen wirklich viel Action passiert, sind in diesem Hörspiel eher rar. Bei Dörings Star Wars Hörspielen gab es viel mehr Action-Szenen, wodurch die Effekte einfach deutlicher zur Geltung kommen konnten. Doch vielleicht wird es ja auch in dieser Reihe irgendeine große Schlacht oder sowas geben, in der das ganze Potential des Produzenten gezeigt werden kann.

Cover&Design

Das Cover der zweiten Folge von Foster zeigt neben dem Titel und dem Produzenten Oliver Döring auch ein Motiv. Dieses ist wieder in einer Mischung aus hellen und dunklen Grün-Tönen gehalten, die teils sogar ins Schwarze gehen. Diese Farbgebung gefällt mir sehr, und auch das Motiv an sich ist gruselig und erzeugt durchaus Spannung. Man möchte dieses Hörspiel hören.

Mir ist allerdings noch nicht so hundertprozentig klar, was das Cover genau darstellt. Ich habe eine leise Ahnung, doch bestätigen konnte ich diese bisher nicht. Vielleicht werden wir in den nächsten Episoden ja mehr erfahren.

3 Kommentare

  1. Pingback: Foster (3) - Die Pforte zur Verdammnis | Der ReZensionÄr

  2. Ich glaube, dass zwar der „Season Pass 01“ auf 4 Folgen ausgelegt ist, aber insgesamt deutlich mehr Teile folgen werden.

    Besonders sympatisch finde ich Foster leider eher nicht. Aber davon abgesehen hat sich da Oliver Döring schon ein paar tolle Ideen ausgedacht. Meine Kritik dazu: http://popshot.over-blog.de/2016/04/foster-02-das-erloeschen-des-lichts-hoerspiel-mit-thomas-nero-wolff-und-torsten-michaelis.html

    • Benjamin Kalt

      Denkst du, dass eine mögliche, zweite Staffel in der Post-Apokalypse spielen könnte? Die Handlung der vierten Folge ist mir ja noch nicht bekannt.

      Mir persönlich sagt Foster eigentlich zu, auch wenn er ein bisschen in das Klischee des konventionsbrechenden, aber doch irgendwie liebenswerten Ermittlers passt.

      Deine Kritik habe ich mir durchgelesen. Ich denke, wir sind uns darin einig, dass man erst mal die restlichen Folgen abwarten sollte, um ein Fazit ziehen zu können. 🙂

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