Foster Hörspiel

Rezension: Foster (5) – Die Hexe

Bild von Foster (5) - Die Hexe
Cover von Foster (5) - Die Hexe

Foster (5) – Die Hexe

Serie: Foster | Folge: 5 | Spielzeit: ca. 66 Minuten | Label: Imaga, wortart | Erscheinungsdatum: 14.10.2016 | Dieses Hörspiel kaufen: CD (Amazon)* | Download (Amazon)*

 

Während ich mit der zweiten, derzeit laufenden IMAGA-Serie Fallen einfach nicht warm werden möchte, könnte Foster vielleicht sogar noch Die Weisse Lilie in der Disziplin „Hörspielevent des Jahres“ vom Thron stoßen. Aber auch nur ganz vielleicht.

Story

Erneut muss ich hier zu Beginn warnen: Solltest du die Folgen Eins bis Vier noch nicht gehört haben, könnte dieser Abschnitt Spoiler enthalten. Foster und Kyle Jones arbeiten mittlerweile für eine geheime Organisation der Regierung, die sich mit den unheimlichen Vorfällen beschäftigt, die Foster in der ersten Staffel der gleichnamigen Hörspielserie erlebt hat. In dieser Folge wird eine Frau, Sandra, von einer alten Dame in ihrem Treppenhaus erschreckt. Zu spät erkennt Sandra die Gefahr, und der immer noch einen Körper suchende Dämon versucht, auf sie überzuspringen…

Dieses Hörspiel kann in Sachen Atmosphäre die bisherigen Folgen nochmal überbieten. Es bietet eine sehr gesunde Mischung aus Horror und Ermittlung von Foster, wobei mir letzteres in dieser Folge fast ein bisschen zu kurz kam. Dennoch – besonders die Szenen mit dem Dämon können darüber mehr als hinweg trösten!

Auf der anderen Seite freut es mich, dass sich mittlerweile viele Puzzleteile der ersten Folgen zusammen gesetzt haben und Foster – Die Hexe recht linear verläuft. Das macht das Hören einfacher. Allerdings ist das Universum rund um Sebul, die Höllenfürsten und neuestens auch der ominösen Lichtwesen immer noch nicht wirklich geklärt, besonders über den Antagonisten liegt immer noch ein Schleier. Das steigert auf der einen Seite die Spannung, auf der anderen Seite kann es aber mindestens genau so spannend sein, klar gezeichnete Gegenspieler zu haben, bei denen der Hörer die Gefahren kennt, die von ihnen ausgehen.

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Alles in allem ist Foster – Die Hexe ein grandioser Auftakt für die zweite Staffel, der theoretisch auch ohne das Vorwissen aus den ersten vier Folgen gehört werden kann.

Sprecher

Foster ist sehr hochkarätig besetzt, viele der Sprecher kennt man bereits aus Filmen oder anderen Hörspielen. Das kann man gut, oder auch schlecht finden. Da ich aber die Stimmen von Gerrit Schmidt-Foß oder Thomas Nero Wolff sehr mag, habe ich damit kein Problem.

Doch auch die „neuen“ Stimmen, wie zum Beispiel Sandra, die von Lina Rabea Mohr gesprochen wird, haben mir sehr zugesagt. Auch Foster – Die Hexe hat mich also mit sehr guten Sprechern überzeugen können.

Musik

Mit der Musik war das ja bei Foster immer so ’ne Sache: Besonders in dieser Folge hat die Musik aber meiner Meinung nach sehr stark zur sowieso schon ziemlich dichten Atmosphäre beigetragen. Eingängig ist sie aber leider weiterhin nicht. An die Melodie des Schlussliedes kann ich mich mittlerweile erinnern, das ist aber auch das einzige. Ein wiedererkennbares Sounddesign vermisse ich leider.

Doch hier konnte einfach der geniale Einsatz der atmosphärischen Stücke über die fehlende Wiedererkennbarkeit hinweg trösten.

Effekte

Auch die Geräusche haben zur Atmosphäre in Foster – Die Hexe beigetragen. Die Sound die der Dämon von sich gibt sind äußerst gut gelungen und klingen sehr gruselig, doch auch die Umgebungsgeräusche wie zum Beispiel Regen konnten mich komplett überzeugen.

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Ohne die guten Effekte wäre dieses Hörspiel nicht annähernd so gruselig, wie es nun mal ist. Es lohnt sich also, auch die fünfte Folge von Foster mit Kopfhörern zu hören. Vom Hören im Auto wird aber zurecht abgeraten.

Cover & Design

Das Cover von Foster – Die Hexe zeigt die namensgebende Hexe in einem schummrig beleuchteten Gang. Zwar fand ich die vorigen Covers ein bisschen gruseliger, allerdings passt dieses deutlich besser zur Geschichte und ist weniger austauschbar.

Auch die grüne Farbgebung des Logos sagt mir weiterhin sehr zu. Im Inlay stehen die Sprecherangaben und die Credits.

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