Foster Hörspiel

Rezension: Foster (6) – Ein Dämon mir zu dienen

Foto von Foster (6) - Ein Dämon mir zu dienen
Cover von Foster (6) - Ein Dämon mir zu dienen

Foster (6) – Ein Dämon mir zu dienen

Serie: Foster | Folge: 6 | Spielzeit: ca. 57 Minuten | Label: Imaga, wortart | Erscheinungsdatum: 09.12.2016 | Dieses Hörspiel kaufen: CD (Amazon)* | Download (Amazon)*

 

Die bisher echt grandiose Hörspielserie Foster geht in die sechste Runde. Die alten Stärken bleiben, doch mittlerweile habe ich irgendwie eine ungute Befürchtung…

Story

In London wird weiter gemordet, doch Foster und Kyle Jones sind hinter einer anderen, wichtigen Spur her: Der Quelle des Wissens. Diese ist möglicherweise die einzige Chance der Menschen, den Krieg gegen die Dämonen zu gewinnen und die Apokalypse zu verhindern. Doch nach Fosters Wissen kann nur ein Dämon diese Quelle erschließen…

Nun, für sich gesehen hat mir auch diese Geschichte wieder ausgezeichnet gefallen. Sie ist spannend, hat zwar keine wirklichen Wendungen, ist aber dennoch sehr unvorhersehbar. Auch die tollen und sympathischen Charaktere steuern wieder einiges zu der guten Wertung bei.

Mein Problem ist folgendes: Mittlerweile habe ich das Gefühl, es wurde der Blick für das Große und Ganze verloren. Viele der Gefahren, die in den ersten Folgen angesprochen wurden, scheinen mittlerweile zu vergessen. So wurde am Anfang noch ganz simpel einem Dämon hinterher gejagt, gibt es jetzt auftauchende Inseln, Seelenfürsten und Dämonen, Dinge die einen Wirt suchen. Und all das hängt wohl irgendwie mit Sebul zusammen, um den es in der ersten Staffel noch ging. Von dem ist mittlerweile gar nicht mehr die rede.

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Ich habe einfach die Sorge, dass die Geschichte immer mehr „Ebenen nach unten rutscht“ und das eigentliche Hauptziel aus den Augen verliert. Ich höre und verstehe zwar Sachen, kann sie aber nicht mehr in das Gesamtbild einordnen. Und das finde ich ziemlich schade.

Vielleicht wird es hier sein wie schon in der ersten Staffel: All das hier Gesagte gibt am Ende plötzlich einen Sinn. Mittlerweile bin ich aber nicht mehr in der Lage, die verschiedenen Arten von Dämonen und deren Gewohnheiten zu verstehen.

Sprecher

Das hier war schon immer eine der größten Stärken von Foster und allgemein von allen Imaga-Hörspielen. Das Hauptgespann bestehend aus Gerrit Schmidt-Foß und Thomas Nero Wolff funktioniert weiterhin wirklich ausgezeichnet, ich könnte den beiden echt Stunden lang zuhören.

Doch auch die Nebencharaktere sind größtenteils sehr hochkarätig besetzt und klingen sehr stimmig. Besonders die weiblichen Charaktere haben häufig sehr markante Stimmen und sind somit gut zu unterscheiden – damit hatte ich ja bei anderen Hörspielen teils schon Probleme.

Musik & Effekte

Das hier war wiederum nie die Königsdisziplin von Imaga-Hörspielen. Zwar sind auch hier sehr stimmige Stücke vorhanden, die auch die Atmosphäre unterstreichen, aber jegliche Art von Wiedererkennungswert fehlt. Es zieht sich kein roter Faden durch die Musik, sie scheint wahllos, als hätte man in einer Musikdatenbank einfach nur nach einer Stimmung gesucht.

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Das ist einfach unglaublich schade. Eine bisher so gute Serie wie Foster, die einen klaren Erzählstil besitzt, hätte auch einen guten und wiedererkennbaren Soundtrack und vor allem auch ein Intro verdient.

Bei den Effekten kann Foster, und ganz besonders Ein Dämon mir zu dienen, wieder sowas von punkten. Einige der sehr bombastischen Ausschnitte stammen zwar aus vorigen Folgen, aber auch sehr viele neue Effekte und Geräusche lassen diese Folge wieder sehr stimmig erscheinen.

Doch auch abseits der „Effektszenen“, die mir immer noch ein bisschen zu deutlich vom Rest abgetrennt sind, finden sich viele Geräusche, die einfach wichtig für dieses Hörspiel sind. Allein das Zirpen einer Glühbirne in der Gefängniszelle macht mehr Atmosphäre aus, als man vielleicht denkt.

Cover & Design

Nun, die Covers waren bisher ziemlich wechselhaft. Mal hat mir eins gefallen und mal habe ich eins als eher unpassend empfunden. Ein Dämon mir zu dienen hat ein sehr stimmiges Cover. Besonders die Blautöne heben sich gut von dem grünen Logo ab und geben dem Cover einen sehr individuellen Charakter.

2 Kommentare

  1. Cooler Hintergrund für das Foto ausgewählt. Beziehungsweise eher „Höllischer Hintergrund“! Wäre wahrscheinlich bei Folge 7 oder 8 noch passender gewesen. 🙂

    • Benjamin Kalt

      Stimmt, bei Nummer sieben definitiv. Die achte Folge habe ich noch gar nicht gehört. 🙂

      Viele Grüße
      Benjamin

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