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Gravity

Gravity-Cover-Blu-Ray

100 Millionen US-Dollar teuer war „Gravity“ – und das bei gerade mal drei Schauspielern, wovon man einen nicht mal richtig zu Gesicht bekommt? Wo floss das Geld hin? Um diese und weitere Fragen kümmere ich mich in dieser ReZension!

Story

Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) und Matt Kowalski (George Clooney) müssen im Weltall eine wichtige Mission durchführen. Kowalski ist ein erfahrener Astronaut, der nach diesem Einsatz seinen Dienst quittieren will. Dr. Stone ist eine Medizintechnikerin, die bisher noch nie im Weltall war. Während eines „einfachen“ Weltraumspaziergangs kommt es dann zur Katastrophe: Das Shuttle wird durch ein Trümmerfeld zerstört! Kowalski und Stone müssen es irgendwie schaffen, zur ISS zu kommen, um zurück auf die Erde fliegen zu können.

In einer solch einfachen Beschreibung mag das ganze etwas langweilig klingen – Das ist es aber nicht. Die Geschichte ist nervenaufreibend und wechselt am laufenden Band zwischen Action-geladenen und ruhigen, sentimentalen Szenen, wobei mir letztere zwischendurch etwas auf den Keks gingen. Aber dazu später mehr. Nebenbei scheint sich zwischen den beiden Menschen im Weltall auch noch eine kleine Romanze zu entwickeln… Wenn das mal gut geht.

Ich finde die Action-Momente wirklich toll, sie sind spannend und zwischendurch muss man wirklich die Luft anhalten. Dann noch der atemberaubende Hintergrund und der Film könnte perfekt sein. Ist er aber nicht: Zwischendurch wird aus mir unerklärlichen Gründen eine Geschichte von Stones verstorbener Tochter eingestreut, die einfach so gar nicht ins Gesamtbild passen will. Immer wieder wird diese Tochter als Motivation genommen, zurück auf die Erde zu gelangen – ironischerweise, immerhin ist die Tochter ja tot. Und diese sentimentalen Szenen wenn Dr. Stone dann an ihre Tochter denkt sind mir persönlich zu langatmig und langweilig gewesen – wäre ich in einer ähnlichen Situation, hätte ich besseres zutun, als an mein Kind zu denken, hätte ich eins. Ist vielleicht auch besser so, dass ich (noch) keins habe, als Jahrgang 2000er… 😉

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Die Geschichte verläuft von vorne bis hinten linear, was mich aber nicht gestört hat. Im Gegenteil: Ich war froh, alles auf Anhieb verstehen zu können. Alles in allem gefiel mir die Story also sehr gut, bis auf die Tochter. Außerdem war mir das Ende zu vorhersehbar.

Schauspieler

Auf dem Cover stehen nur zwei Namen: George Clooney und Sandra Bullock. Dass deren schauspielerische Leistungen einfach toll waren, kann sich wohl jeder denken. Immerhin hat sich Warner mit diesem Cast zwei äußerst gute Schauspieler eingeholt. Abgesehen von den beiden hört man nur noch ein paar Stimmen per Funk und sieht kurzen einen etwas verrückten Astronauten, der aber nach einigen Minuten schon nicht mehr da ist, und für die Story somit absolut irrelevant ist.

Bild

Gravity-Screen-HD

Bild und Effekte sind grandios – und laut Blu-Ray-Hülle sogar „In Farbe“! Schwer zu glauben, aber dennoch wahr. Aber jetzt mal ernsthaft: Das Bild der Erde und des Weltraums, das die Techniker hier geschaffen haben, ist grandios. Raumstationen und deren Innenräume sind unglaublich detailliert, überall fliegen irgendwelche Sachen durch die Gegend. Ich will nicht wissen, wie lange es gedauert hat, das alles zu animieren. An der Kameraführung gibt es nichts zu meckern, als Blickwinkel wurde manchmal eine Art „Helmkamera“ von Dr. Stone gewählt.

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Ich besitze den Film in der 2D-Fassung, ergo kann ich zu der 3D-Fassung nichts sagen. Ich bin aber auch kein großer Fan von 3D-Filmen – aber für 3D-Fans lässt sich aus dem tollen Bild der 2D-Version wohl ableiten, dass die 3D-Version auch grandios sein dürfte.

Technisch gesehen habe ich wirklich überhaupt nichts zu meckern an dem Film – so etwas, gab es noch nie!

Ton

Der Soundtrack von Steven Price hält sich stark im Hintergrund, untermalt das Geschehen passend, ist aber nicht besonders Ohrwurmlastig. Der deutsche Sound liegt im Dolby Digital 5.1 Format vor, an dem Klang gibt es absolut nichts zu meckern. Auch die hinteren Lautsprecher werden gut bedient. Bei einem solchen Tripple-A-Blockbuster hätte ich mir aber doch eine 7.1 oder sogar 10.1 Sound-Spur gewünscht – im französischen ist eine solche auch vorhanden.

Der restliche Sound ist toll, man spürt praktisch jede Berührung mit irgendwelchen Trümmerteilen etc. Und auch das „Nichts“ wird gut dargestellt, indem es zwischendurch einfach mal gar keinen Sound gibt. Gut gemacht!

Extras

„Rund Drei Stunden Bonusmaterial“ verspricht die Hülle der Disc. Bei vielen Filmen finde ich die Extras einfach nur sterbenslangweilig – Bei Gravity aber nicht. Ich persönlich bin technisch sehr interessiert und habe mir mit Freude die genauen Ausführungen der Bild- und Tontechniker bezüglich des Renderings und den Animationen angeguckt. Die Specials liegen in Englisch mit deutschem Untertitel vor, was mich aber nicht gestört hat. Außerdem liegt noch der Kurzfilm Anigaaq bei, der einen der Funk-Partner von Dr. Stone näher beleuchtet.

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