Hörspiel Janosch

Janosch: Oh, wie schön ist Panama

Janosch - Oh, wie schön ist Panama Hörspiel floff

Serie: Janosch | Folge: – | Titel: Oh, wie schön ist Panama | Spielzeit: 55 Minuten | Label: floff, Lübbe Audio | Erscheinungsdatum: 20.09.2013 | Dieses Hörspiel kaufen: Hier

 

Oh, wie schön ist Panama ist die wohl bekannteste Geschichte von Janosch rund um den kleinen Bär, den kleinen Tiger und seine Tigerente. Und dies hier ist sicherlich auch nicht das erste Hörspiel zur bekannten Geschichte. Allerdings ist es aktuell über Amazon erhältlich und ist recht hochkarätig besetzt. Aber ich will euch nicht alles zuvor nehmen, lest doch einfach meine ReZension! 😉

Story

Oh, wie schön ist Panama: Der kleine Tiger und der kleine Bär wohnen in einem Häuschen und sind eigentlich recht glücklich. Doch eines Tages sieht der kleine Bär eine Kiste auf einem Fluss. Sie riecht nach Bananen und kommt (laut Inschrift) aus Panama. Für den kleinen Bären verwandelt sich dieses Panama schnell zu seiner Traumwelt, und auch den kleinen Tiger kann er schnell von der Schönheit dieses Ortes überzeugen. Die beiden beginnen also, sich auf den Weg nach Panama zu machen, ohne genau zu wissen, wo dieser Ort eigentlich ist.

Klar, ich kannte die Geschichte bereits bevor ich dieses Hörspiel gehört habe. Dennoch ist sie immer wieder nett anzuhören! Die Einleitung ist kurz und knapp, vermittelt aber alles wichtige. Als etwas nervig habe ich allerdings das dauernde „…sagte XY…“ empfunden. Bei einem Dialog von zwei Leuten mit so unterschiedlichen Stimmen ist wohl jedem klar, wer was sagt.

Die darauf folgende Geschichte ist größtenteils herrlich naiv. Einen Wegweiser aufzustellen, damit man weiß wo man hin muss, ist schon ziemlich lustig. Wie die Geschichte ausgeht, wäre bis zum Ende ungewiss, würde ich sie nicht schon kennen. Aber neben dem Unterhaltungsfaktor für die jüngeren Zuhörer werden auch soziale Kompetenzen vermittelt. Die Freundschaft zwischen dem kleinen Tiger und dem kleinen Bären spielt in dem ganzen Hörspiel eine entscheidende Rolle. Auch eine Lehre gibt es, doch die will ich euch mal nicht vorweg nehmen. 😉

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Guten Tag, kleines Schweinchen: Der kleine Tiger soll im Wald Pilze sammeln, damit der kleine Bär diese am Abend kochen kann. Auf dem Weg zum Wald trift der Tiger aber ein kleines Schweinchen, welches ihn davon abhält, die Arbeiten zu erledigen. Der Tiger vernachlässigt immer mehr seiner Pflichten und der Bär muss diese größtenteils erledigen. Könnte das zum Bruch der Freundschaft zwischen den beiden führen?

Der Anfang der Geschichte gibt wieder einen kurzen Einblick in das Leben von Bär und Tiger, besonders spannend ist er aber nicht. Im weiteren Verlauf kristallisiert sich eindeutig die Lehre der Geschichte heraus: „Erst die Pflicht, dann das Vergnügen“, oder auch „Vernachlässige deine Freunde und Plichten nicht der Unterhaltung wegen“. Wie schon in der ersten Geschichte auf dieser CD sind das durchaus wichtige Sachen die an die jungen Zuhörer vermittelt werden (sollen).

Mir persönlich gefiel auch diese Geschichte sehr gut, unter andere auch wegen des lustigen und für Kinder auch spannenden Endes, das aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Doch ich habe auch einige Dinge zu bemängeln: Als der Tiger anfängt seine Pflichten zu verletzen, wird nie klar, was der Bär eigentlich darüber denkt. Man hört ihn immer mal wieder im Hintergrund grummeln, aber ein richtiges „Statement“ von wegen „Dieser Tiger soll jetzt mal endlich weiter für sich und mich arbeiten und nicht nur mit diesem Schweinchen rumhängen“ sucht man vergeblich.

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Im Verlauf der Geschichte essen Tiger und Schwein einen Teig pur, was die jüngeren Zuhörer möglicherweise auf falsche Gedanken kommen lässt, da man Teig, der Eier beinhaltet, nicht „roh“ essen sollte. Am Ende konnte ich nochmal grinsen, als der Löwe mitteilte, dass er den Räuber Jonny Schnapsglas gefressen habe. Inwiefern das jetzt zur Geschichte passt war mir zwar nicht ganz klar, aber den jungen Zuhörern wird dadurch dann wohl vermittelt, dass man durch Alkohol kriminell wird. 😉

Geschichte von der Flaschenpost: Der Bär erzählt dem Tiger eine Geschichte, die er in einer Flaschenpost gefunden hat. Sie handelt von dem Zusammentreffen des Tiger- bzw. Bären-Großvaters.

Die dritte Story auf dieser CD wurde von Florian Fickel geschrieben und lässt sich wohl eher als kleinen Bonus bezeichnen. Der Schauplatz wechselt nicht, es sind einige Sachen unklar (z.B. womit dern kleine Bär und der kleine Tiger kämpfen) und die Spielzeit beträgt nur 15 Minuten. Als Bonus ist das hier ganz nett, als alleinige Geschichte wäre sie mir aber zu langweilig, nicht spannend genug und zu eintönig.

Sprecher

Auf der Hülle wird mit „Jürgen Kluckert (Benjamin Blümchen)“ geworben. Irreführende Werbung ist das vielleicht nicht, trotzdem wird Benjamin Blümchen für mich immer Edgar Ott sein und bleiben, auch wenn er nicht mehr unter uns ist. Dennoch gefällt mir seine Stimme als Erzähler der ersten beiden Folgen auf dieser CD sehr gut. In der dritten Geschichte wurde der Erzähler ausgetauscht, die Gründe dafür sind mir unbekannt. Schade ist es aber trotzdem, da mir Jürgen Kluckert als Erzähler deutlich besser gefiel als Stefan Kaminski, der die dritte Geschichte „Geschichte von der Flaschenpost“ erzählt. Santiago Ziemser ist die Stimme des Tigers und dürfte den meisten auch als „Spongebob“ bekannt sein. Die Stimmen gefielen mir alle recht gut, nur die Maus fand ich manchmal ein wenig unverständlich.

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Musik

Die Titelmusik gefällt mir nicht besonders gut, ich finde sie selbst für Kinder zu kindisch. Von den Zwischenstücken gibt es eigentlich zwei Sorten: Einmal die im Stil der Titelmusik und andere, die vermutlich mit irgendeinem Saiteninstrument aufgenommen wurden. Die im Stile der Intromusik klingen teilweise wie irgendwelche bayrischen Volkslieder und gefallen mir nicht besonders gut. Die anderen Stücke erinnern teilweise an einige Hörspielmusiken von Manfred Rurüp und gefallen mir entsprechend gut. Eines der Lieder klingt übrigens fast 1 zu 1 wie der Anfang vom Bass-Mix von Frankenstein & Dracula (Part 2a).

Effekte

Geräusche werden recht vereinzelt eingesetzt, Atmosphäre lassen sie nicht wirklich aufkommen. Abgesehen von Laufgeräuschen und dem Hahn habe ich irgendwie nicht viel gehört (oder wahrgenommen). Der Hahn kräht übrigens immer identisch und läutet den nächsten Morgen ein.

Cover&Design

Das Cover entspricht dem der Buchvorlage und dürfte den meisten Kinderbuch-Fans bekannt sein. Die Zeichnung ist schön, allerdings habe ich auch hier etwas zu bemängeln: Wenn man das Cover sieht, denkt man, dass auf dieser CD ausschließlich „Oh, wie schön ist Panama“ zu hören ist. Die anderen Geschichten fallen leider eher in den Hintergrund. Ansonsten sind mir keinen negativen Aspekte aufgefallen.

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