Hörspiel Kati & Azuro

Kati & Azuro (12) – Brandgefährlich

Kati & Azuro (12) - Brandgefährlich

Kati & Azuro (12) – Brandgefährlich

Serie: Kati & Azuro | Folge: 12 | Titel: Brandgefährlich | Spielzeit: ca. 50 Minuten | Label: EUROPA | Erscheinungsdatum: 19.02.2016 | Dieses Hörspiel kaufen: Hier

 

Kati & Azuro ist und bleibt meine Lieblings-Pferde-Hörspielserie, und auch die aktuelle Folge Brandgefährlich hat mir wieder sehr gut gefallen, auch wenn die eigentliche Hauptstory, beziehungsweise eher das Szenario, dank Bibi und Tina schon ein wenig aufgebraucht ist.

Story

Cleo und Kati haben ein Baumhaus für ihre „Gang“ (bestehend aus den zwei Mädchen…) gebaut und ihre Pferde unten angebunden. Doch schon bald hören die Mädchen Motorengeräusche, und der Junge Dennis macht die Pferde – offenbar vorsätzlich – mit einem Moped scheu. Kati und Cleo vergessen den Vorfall schon bald, doch dann scheint die Lage zu eskalieren, und ein undurchsichtiges Netz aus Wahrheiten und Verleumdungen legt sich über Dennis, den selbst ernannten „Easy-Rider“.

Erinnerst du dich noch an die erste Bibi und Tina Folge, in der Freddy aufgetaucht ist? Diese hatte irgendwie eine ganz ähnliche Einleitung, mit einem Typ, der die Pferde mit seinem Moped scheu macht, bei irgendeinem Rennen mit machen will und ein absoluter Arsch zu sein scheint. Wenn ich es mir recht überlege, ist Brandgefährlich sogar schon fast eine (sehr freie) Nacherzählung eben dieser Geschichte.

Ich muss sagen: Ich fand die Geschichte trotzdem toll. Die Hauptstory wurde mit ein paar sehr netten und lustigen Elementen aufgefrischt, es wurden wieder Eigenschaften verschiedener Charaktere gefestigt und auch ansonsten hat das Zuhören einfach Spaß gemacht, auch wenn das Ende, wenn auch nicht in genau dieser Form, sehr vorhersehbar war. Trotzdem war der Charakter des Dennis bis zum Ende so irgendwie undurchschaubar, so dass man sich immer wieder die Frage gestellt hat, ob er wirklich einfach nur böse ist.

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Insgesamt erhält die Geschichte absolut keinen Kreativitätspreis. Sie ist dennoch eine wirklich solide und nett geschrieben Story mit guten Charakteren, und besonders zu Ende auch einem großen Fokus auf dem namensgebenden Pferd Azuro.

Sprecher

Ja, auch hier werde ich den Erzähler Ulli Potofski wieder kritisieren. In dieser Folge ist mir, noch mehr als in den vorigen, die unpassende Betonung des Kommentators aufgefallen. Natürlich wird bei EUROPA niemand wegen mir den Erzähler ändern, aber dennoch finde ich, dass Herr Potofski einfach für eine Hörspielserie glaubwürdiger und passender betonen sollte, um Emotionen wie Spannung richtig rüber zu bringen.

Dennis wurde von Sven Nowatzky gesprochen und klang erfrischend jugendlich. Die Stimme hat ausgesprochen gut zum Charakter gepasst. Cleos und Katis Stimmen sind zwar nicht besonders markant, man hört den beiden aber einfach unglaublich gern zu, und die beiden Rollen werden einfach wunderbar natürlich rüber gebracht. Daran sollten sich – auch alt eingesessene Sprecher – ein Beispiel nehmen. Katja Brügger Spricht Frau Brodi (nein, nicht Jessica Brody aus Homeland), und ihre Stimme hat einen wirklich ungemein hohen Wiedererkennungswert. Gefällt mir!

Musik

Die Kati & Azuro Hörspiele werden alle von einem schönen, akustischen Soundtrack unterlegt, bei dem ich mir langsam sogar mal ein oder zwei Melodien merken kann. Einen besonders hohen Wiedererkennungswert haben die Stücke aber nicht, und das Titellied ist immer noch… Komisch. Den Text kann ich irgendwie immer noch nicht und Melodie ist praktisch nicht vorhanden.

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Es bleibt also die Zwischenmusik, die netterweise, entgegen dem aktuellen Trend, nicht zu sehr elektronisch daher kommt, und mir, unter anderem eben deswegen, sehr gut gefällt. Zwischendrin gab es noch orchestral anmutende Musik, die die spannenderen Szenen unterlegen soll, die aber irgendwie ein bisschen zu episch geraten ist und deshalb lächerlich wirkt.

Effekte

Die Geräusche haben mir in dieser Folge gut gefallen. Die Untermalung war natürlich, und besonders in der einleitenden Szene auch recht aktiv präsentiert. Manche Geräusche stachen ein wenig positiv aus dem Gesamtbild raus, doch im Allgemeinen haben sich die Effekte in dieser Folge eher zurück gehalten, aber vielleicht gerade deshalb gut zur Gesamtatmosphäre beigetragen.

Was mir etwas gefehlt hat waren ein paar mehr Pferde. Ich hatte das Gefühl, in dieser Geschichte, auch aus Effekt-Seite, dass ich immer nur Azuro gehört habe. Ein bisschen Variation hätte hier nicht schaden können.

Cover&Design

Das Cover ist wieder im typischen Kati & Azuro Stil gezeichnet – fragt mich nicht wie man das nennt, ich bin absolut kein Kunstexperte. Die beiden Mädels gucken natürlich wieder dumm, ist aber auf jedem Cover der Hörspielserie so. Das Motiv ist aber passend gewählt, und nachdem ich mich erst gefragt habe, ob der Titel das auch ist, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass auch dieser irgendwie passend ist. Die Diskrepanz zwischen Cover und Titel sticht dennoch ins Auge.

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Insgesamt ist das Design nicht besser und auch nicht schlechter als das der vorigen Folgen. Das neue EUROPA-Logo an sich finde ich übrigens gar nicht mal soooo schlimm, grässlich finde ich aber den weißen Rand, der bis an die untere Kante der Front geht. Das sieht irgendwie ein bisschen so aus, als hätten die keine transparente Version des Logos gehabt, sondern nur eine JPG mit weißen Hintergrund. Sehr unschön.

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