Hörspiel Kati & Azuro

Rezension: Kati & Azuro (14) – Der Fluch der Donnerhexe

Cover von Kati & Azuro (14) - Der Fluch der Donnerhexe

Kati & Azuro (14) – Der Fluch der Donnerhexe

Serie: Kati & Azuro | Folge: 14 | Titel: Die Rache des Drachen | Spielzeit: ca. 53 Minuten | Label: EUROPA | Erscheinungsdatum: 30.10.2016 | Dieses Hörspiel kaufen: CD (Amazon)* | Download (Amazon)*

 

Kati & Azuro ist eine immer noch recht neue Hörspielserie von EUROPA. Mich haben die letzten Folgen eigentlich immer überzeugen können, und Der Fluch der Donnerhexe ist da keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil: Folge 14 gefällt mir sogar besser als die Vorgänger!

Story

Auf dem Fasanenhof geschehen seltsame und unerklärliche Dinge, seit zwei Gäste mit blauem Blut und ihre Tochter zu Gast sind und ihr Pferd „Wunderkind“ in dem Stall von Katis Eltern untergestellt haben. Die beiden Adligen glauben an Übernatürliches, doch Kati und ihre Freundin Cleo vermuten etwas anderes hinter den Vorkommnissen…

Ich finde diese Geschichte einfach toll. Zwar ist die nicht super komplex, eigentlich auch nicht besonders spannend und auch ein bisschen vorhersehbar, doch ich wurde einfach von der ersten bis zur letzten Minute unterhalten. Einen interessanten Story-Twist habe ich auch nicht vorhersehen können.

In die Geschichte fließen ein paar spirituelle Elemente wie Einhörner und Schamanen ein, ich bin aber froh darüber, dass der Autor sich nicht auf allzu ernsthafter Ebene mit dem Thema auseinander setzt. Den Mädchen ist von Anfang an klar, dass hier irgendetwas anderes hinter steckt, und damit liegen sie auch absolut richtig. Doch nicht nur das Übernatürliche selbst, sondern auch die Geschichte dahinter war sehr interessant und unterhaltend.

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Ganz objektiv betrachtet ist diese Geschichte nicht wirklich grandios. Doch mir hat sie sehr gut gefallen, und mir fallen viele – komplett subjektive – Punkte ein, an denen ich das fest machen kann. Fans der Serie kann ich die Folge empfehlen, auch wenn Pferde leider (erneut) eine untergeordnete Rolle spielen.

Sprecher

Die Sprecherinnen von Kati und Cleo sind weiterhin grandios, eine wirklich gute Besetzung. Besonders Cleo klingt unglaublich lebhaft und echt, daran können sich teils sogar die alt Eingesessenen Sprecher ein Beispiel nehmen.

Ulli Potofski als Erzähler hat mir bisher nicht besonders zugesagt, in dieser Folge hat er aber meiner Meinung nach einen deutlich besseren Job gemacht. Eine Idealbesetzung ist er aber weiterhin nicht. In dieser Folge wurde außerdem einem Fan ein kleiner Gastauftritt möglich gemacht – eine coole Idee! Das könnte ruhig öfters gemacht werden.

Musik

In musikalischer Sicht ist Kati & Azuro eigentlich die einzige EUROPA-Hörspielserie, die mich aktuell so wirklich überzeugen kann. Neben den typischen (wie Do kanns zaubre klingenden) Akustik-Gitarren-Stücken sind dieses mal auch ein paar wuchtigere Akzente dabei, die mich überrascht, aber nicht gestört haben.

Mein großer Kritikpunkt bleibt damit das Titellied. Ich habe einer Freundin von mir – ohne sie explizit hierauf aufmerksam zumachen, ein Kati & Azuro Hörspiel zum Hören gegeben. Und die erste, ungefragte Rückmeldung war der sarkastische Kommentar „Wow, tolles Intro“. Ich bin also nicht der einzige mit diesem Problem…

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Effekte

In dieser Hinsicht war Der Fluch der Donnerhexe überzeugend. Die Geräuschkulisse hat mir gefallen, auch wenn sie nicht übertrieben gut war. Sie hat sich auf dem typischen Kati & Azuro Niveau bewegt, was für diese Art Hörspiel absolut ausreichend ist. Und viel mehr gibt es hierzu eigentlich auch nicht zu sagen.

Cover & Design

Die Covers von Kati & Azuro haben mir bisher nicht immer so richtig gut gefallen, so fand ich die Gesichter unschön und der allgemeine Zeichenstil hat mir nicht zugesagt. Das ist auch bei Der Fluch der Donnerhexe leider erneut so. Klar – sowas ist immer Geschmackssache, aber ich finde den Stil der Die drei ??? Covers zum Beispiel deutlich ansprechender und nicht so künstlich.

Immerhin ist das Motiv an sich gut gewählt, diese Szene hat sich im Hörspiel auch so abgespielt. Kati, Cleo und die Gäste treffen auf Azuro und Dave auf den Drudenfuß in neben dem Brunnen, was die abergläubischen Teilnehmer des Ausritts natürlich nicht gerade erfreut. Das eigentliche Thema – Übernatürliches – hätte aber gerne ein bisschen prominenter eingebaut werden können.

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