Buch Claudia Book Fantasy Self Publishing (Kein Verlag)

Laurannyas Hoffnung – Claudia Book

Laurannyas Hoffnung - Claudia Book

Laurannyas Hoffnung – Claudia Book

Titel: Laurannyas Hoffnung | Autor: Claudia Book | Seitenzahl: 288 Seiten | Verlag: Kein Verlag (Druck erfolgt durch Amazon) | Erscheinungsdatum: 28.01.2015 | Dieses Buch kaufen: Hier

 

Und damit kommen wir direkt zur nächsten Rezension zu einem Fantasy-Buch, das im Selbstverlag erschienen ist und den Namen Laurannyas Hoffnung trägt. Im von Claudia Book geschriebenen Book wird die Geschichte der 17-jährigen Janna erzählt. (Und ja, für diesen Wortwitz sollte ich den ersten Blogger-Nobel-Preis bekommen^^)

Story

Die 17-jährige Janna wird von Träumen heimgesucht, in denen ihre laut ihrer Mutter bereits verstorbene Großmutter vor kommt. Ihre Oma fordert sie auf, in eine fremde Welt namens Laurannya zu kommen, um einer wichtigen Schlacht beizuwohnen. Jannas Mutter verängstigen die Träume ihrer Tochter und machen sie wütend. Und schon bald passiert es: Janna ist plötzlich verschwunden, und ihre Mutter Linnet und ihr Freund Thomas müssen nach Laurannya reisen, um sie zurück zu holen!

Fantasy-Geschichten, bei denen Kinder oder Teenager in eine fremde Welt kommen, gibt es viele. Dennoch hat dieses Buch ein paar Besonderheiten, die es zumindest ein wenig von anderen abhebt. Unter anderem auf Grund dessen gefiel mir die Geschichte. Es gibt keine langweiligen Passagen, die Story ist spannend, ich konnte ihr einfach folgen und sie war nicht besonders kompliziert.

Die Fantasy-Welt Laurannya ist nur ziemlich oberflächlich beschrieben, besonders viel erfährt man über sie leider nicht. Hier wäre vielleicht ein zweiter Teil mit etwas mehr Infos angebracht? Im allgemeinen gefiel mir die Welt aber gut, auch das mehrfache „blicken“ in die „normale“ Welt hat mir gut gefallen.

Auch interessant:  Mami, warum sind hier nur Männer? - Volker Surmann

Ihre Kräfte, die Janna bald entdeckt, sind interessant, gewinnen aber keinen Kreativitätspreis. Außerdem hatte ich manchmal das Gefühl, dass Janna etwas zu schnell lernt. Immerhin wusste sie von ihren Kräften „vorher“ gar nichts. Trotzdem kommen ihre Geistesblitze realistisch und nicht an den Haaren herbeigezogen rüber. Trotzdem hätte eine etwas längere Lernphase dem Buch vielleicht noch ein wenig mehr Glaubwürdigkeit beschafft. Zwar betonen die Figuren innerhalb von Laurannyas Hoffnung selbst immer wieder, dass sie Janna vielleicht etwas mehr Zeit hätten geben sollen, aber das ändert daran ja nichts. 😉

Alles in allem konnte mich die Geschichte von Laurannyas Hoffnung unterhalten. Ich habe das Buch gerne gelesen, und darauf kommt es an. High Fantasy Fans dürfte allerdings die Welt Laurannya ein wenig zu einfach sein.

Schreibstil

Laurannyas Hoffnung wird von einer dritten Person erzählt, was eine genaue Beleuchtung aller Charaktere ermöglicht, selbst wenn sie sich gerade in unterschiedlichen Welten aufhalten. Außerdem sind die Dialoge sehr lebendig, was helfen konnte, mir ein gutes Bild von den Charakteren zu machen. Auch ansonsten ließ sich das Claudia Books Buch wirklich gut und flüssig lesen. Mein Problem ist aber, dass ich mir die beschriebene Welt Laurannya nicht besonders gut bildlich vorstellen konnte. Dabei gab es sogar einige Ortsbeschreibungen in dem Buch, doch irgendwie haben diese bei mir nicht funktioniert.

Auch interessant:  tschick - Wolfgang Herrndorf

Abgesehen von diesem einen Kritikpunkt gefiel mir der Schreibstil der Autorin aber wirklich gut. Warum dann „nur“ 82 Punkte? Ich finde bei einem Fantasy-Buch mit einer Fantasy-Welt ist es sehr wichtig, sich alles bildlich vorstellen zu können. Leider konnte ich eben das in diesem Buch nur sehr begrenzt.

Charaktere

Am meisten erfährt man – Oh Wunder! – über den Hauptcharakter Janna. Doch auch über die anderen (Neben-)Charaktere erfährt man überdurchschnittlich viel. So konnte ich Jannas Oma Dorani schon seit einiger Zeit absolut nicht leiden, da sie einfach nur eine intrigante, miese, alte Frau ist. Janna wiederum war mir sehr symphatisch, genau wie ihr Freund Thomas. Beide machen innerhalb des Buches aber eine Veränderung des eigenen Charakters durch, so dass man beide zu Ende praktisch nicht mehr wieder erkennt. Auch Jannas Mutter Linnet ist eine meist symphatische Frau, die allerdings manchmal den Drang zu leichten Überreaktionen aufweist.

Mein großer Kritikpunkt ist, dass man über den Antagonisten viel zu wenig erfährt. Lange Zeit ist gar nichts klar, wer dieser überhaupt ist. Als man das dann endlich weiß, freut man sich auf ein mögliches Duell zwischen ihm und den guten (bzw. Janna), bei dem man vielleicht etwas mehr über seine Intentionen erfährt, doch leider bleibt der „Bösewicht“ ein sehr schwacher Charakter.

Cover&Design

Kurz und knapp: Ich mag das Cover sehr gerne. Die roten Farben, die Berge, der Nebel und die Sonne sind wirklich sehr atmosphärisch, besonders die Farbwahl konnte mich direkt überzeugen. Da die Farben wenig knallig sind, ist das Cover vielleicht nicht im direkten Sinne ein Hingucker, auf den man beim Stöbern aufmerksam wird. Trotzdem finde ich das Cover sehr schön – Schade, dass es nirgendwo in wirklich hoher Qualität zu bekommen ist.

Auch interessant:  Star Wars™ - Eine neue Dämmerung - John Jackson Miller

Die wörtliche Rede ist im Fließtext optisch von dem „normalen“ Text abgegrenzt. Um euch ein genaues Bild von dem zu machen, was ich meine, guckt einfach in die Leseprobe auf der Amazon-Seite. Dieses Schriftbild hat mich anfangs etwas verwirrt, ist mir zu Ende des Buches aber gar nicht mehr aufgefallen. Ansonsten ist die Schriftart gut zu lesen und die Zeichen sind nicht zu klein. Die Texte auf dem Cover sind in einer passenden und schönen Schriftart dargestellt, sind aber trotz der Schnörkel noch gut leserlich.

 

4 Kommentare

  1. Ich mag solche Geschichten auch sehr und finde ebenso, dass manchmal weniger wirklich mehr ist! 🙂 Auch „einfache“ Storys können großartig unterhalten 😀

    Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche!
    Viele liebe Grüße!
    Nana 🙂

  2. Sehr schöne Rezension und diesmal sogar mit einem Fazit ^^.
    Das Buch klingt interessant, aber ist eher nichts für mich.

    Lebe Grüße,
    Sophie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.