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Rezension: Rogue One: A Star Wars Story (Spoilerfrei)

Bild aus Rogue One: A Star Wars Story
Plakat von Rogue One: A Star Wars Story

Rogue One: A Star Wars Story

Das letzte mal, als ich für eine Rezension im Kino war, war letzten Dezember. Zu Das Erwachen der Macht. Jetzt, ein Jahr später, habe ich mir Rogue One: A Star Wars Story vorab angesehen. Fällt dir da irgendwie ein Muster auf? 😉

Direkt vorab: Diese Rezension ist natürlich komplett frei von Spoilern. Alles, was ich hier über die Geschichte verrate, wirst du in den ersten paar Minuten des Films erfahren.

Story

Jyn Erso kann mit Hilfe von Saw Gerrera fliehen. Das Imperium ist hinter ihrem Vater her, und deshalb ist auch sie nicht sicher. Doch sie wird inhaftiert, und kann erst Jahre später fliehen und sich der Rebellion anschließen. Dort findet sie „Freunde“ (eher der Trupp Nebencharaktere, die im Kampf neben ihr her rennen), mit denen sie die Pläne des Todessterns klauen will, um diesen zu zerstören….

Die Geschichte von Rogue One: A Star Wars Story ist tatsächlicher komplexer und weniger geradlinig als ich erwartet habe. Besonders zu Anfang wird man praktisch mit neuen Planeten und Charakteren überschüttet, was ich erst ein mal verarbeiten musste. Doch pendelt sich ein gewisser „Flow“ ein, wie ich es von einem Star Wars Film auch erwarte. Man kennt die Charaktere, weiß (zumindest grob) was sie ausmacht und hofft, dass sie ihr Ziel erreichen.

Klar, ein ganz wichtiger Punkt sind die Charaktere und die Chemie zwischen ihnen, besonders bei Star Wars und ganz besonders bei den Rebellen. Bei Star Wars Rebels klappt das ja auch. Auch hier waren einige ziemlich coole Leute um Jyn Erso herum, deren Hintergrund und deren Geschichte aber nur äußerst spärlich beleuchtet wurde. Einen sympathischen Droiden gibt es natürlich auch. Für das, was den Film für mich aber ausmacht, haben die Charaktere mehr als gereicht: Die Schlachten.

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Denn im Gegensatz zu Episode Sieben hat Rogue One: A Star Wars Story einen großen Fokus auf den Kämpfen und Schlachten – sowohl auf, als auch über Planeten. Mich freut das sehr, da ich eben dieses, für mich sehr wichtige Element in Das Erwachen der Macht größtenteils vermisst habe. Für alle, die auf viel Geballer und Geknall stehen, ist Rogue One: A Star Wars Story also der bessere Film.

Die Geschichte des Films hat einen guten Kompromiss zwischen wirklicher Story und viel Action gefunden. Die Charaktere kommen aber meiner Meinung nach nicht an die der Episoden ran, einfach weil in einem einzelnen Film zu wenig Zeit ist, um einem die vielen Personen wirklich nahe zu bringen. Mit Saw Gerrera können Leute, die Star Wars: The Clone Wars nicht geguckt haben, überhaupt nichts anfangen. Und die Entwicklung der Charaktere zu Ende des Films kam mir insgesamt ein bisschen zu schnell… Solltest du ihn schon gesehen haben, weißt du was ich meine.

Schauspieler

Bild aus Rogue One. A Star Wars Story

Copyright: 2015 Lucasfilm Ltd. & ™, All Rights Reserved.

Rogue One: A Star Wars Story hat eine sehr gute Besetzung – und zwei alte Charaktere, die du sicherlich wiedererkennen wirst. Forest Whitaker hat gut geschauspielert, auch wenn ich seine Rolle einfach nicht wirklich gut geschrieben fand. Trotz meines Vorwissens aus Star Wars: The Clone Wars. Mads Mikkelsen macht ja derzeit gefühlt überall mit (Rogue One, Doctor Strange, Death Stranding etc.), und auch hier hat er mich wieder vollstens überzeugen können.

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Genevieve O’Reilly hat jetzt endlich mal wirklich Mon Mothma spielen dürfen und James Earl Jones ist als Stimme von Darth Vader dabei. Sehr cool! Aber irgendwie sah Vaders Maske diesmal anders aus…

Alles in allem hat Rogue One: A Star Wars Story einen wirklich guten Cast – allerdings ohne Leute, die mir besonders lange in Erinnerung bleiben werden. Abgesehen von Felicity Jones (Jyn Erso) vielleicht.

Bild

Ich habe den Film im Kölner Cinedome in 3D gesehen. 2D wäre mir zwar lieber gewesen, aber daran kann ich ja nun mal nichts ändern. Rogue One würde übrigens in 2D gedreht und digital in 3D konvertiert. Es kamen Panavision-Kameras zum Einsatz, wie schon bei Das Erwachen der Macht.

Mich hat die große Vielfalt an Drehorten (und damit verbunden auch Planeten) überrascht. Teile des Films spielen beispielsweise in Island oder auf den Malediven. Auch ein paar Szenen aus einem Studio in London dürfen natürlich nicht fehlen, gehört zu Star Wars ja seit Episode Vier praktisch dazu. 😉

Die Bildqualität und die Kameraführung sind eigentlich über fast jeden Zweifel erhaben, auch wenn die Kameraleute den Fokus manchmal nicht da hatten, wo ich hingeguckt habe. Das wird sich aber mit Sicherheit von Zuschauer zu Zuschauer unterscheiden. Ich hätte mir aber ehrlich gesagt ein paar mehr „pompöse“ Aufnahmen gewünscht, so richtig krasse Panoramas (wie in Das Erwachen der Macht) auf Jakku mit den Überbleibseln aus dem Krieg fehlen hier größtenteils. Die Sets scheinen irgendwie ein bisschen „begrenzter“.

Die SFX wurden hier wieder ziemlich hochgefahren, die Schlachten kommen fast an Prequel-

Bild aus Rogue One. A Star Wars Story

Bild aus Rogue One. A Star Wars Story

Niveau ran. Vor allem die „Abschluss-Schlacht“ hat mich irgendwie an den (grandiosen) Beginn von Episode Drei erinnert. Doch auch ansonsten geht schön viel in die Luft. Sehr gut! 🙂

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Ton

Mindestens genau so wichtig ist natürlich der Sound. Ich habe den Film auf Englisch gesehen. Ich muss sagen: Bei einigen Charakteren fiel es mir zeitweise schwer, deren akzentuirtes Englisch zu verstehen. Verstanden habe ich sie zwar eigentlich immer, aber ich musste sehr genau hin hören. Die deutsche Synchro wird – wie immer – klarer, perfekter, aber vermutlich auch weniger lebhaft sein.

Die Sounds der Schiffe, Blaster und anderer Waffen ( 😉 ) haben mich zwar nicht vom Hocker gehauen, sind aber dennoch ausgezeichnet. Besonders die Raumschlachten waren echt geil, und auch während anderer

Szenen wurde Dolby Atmos mit Geräuschen aus vielen verschiedenen Richtungen gut ausgenutzt. Auch an der Abmischung habe ich nichts auszusetzen. Einen soundtechnischen Äquivalenten zur Schlacht von Coruscant liefert aber auch Rogue One: A Star Wars Story nicht. Einen Lauftext übrigens auch nicht…

Wo wir schon beim Thema wären: Der Soundtrack. Der ist zwar gut, meiner Meinung nach aber zu weichgespült und zu wenig eigenständig. Die komplette Orchestrierung hangelt sich nur an den bekannten Star-Wars-Melodien entlang, ohne eigene Akzente zu setzen. Solide ist er zwar trotzdem, aber man hört, das hier kein John Williams am Werk war!

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