Buch Paul S. Kemp Science-Fiction Star Wars Z Blanvalet

Rezension: Star Wars – Die Sith-Lords von Paul S. Kemp

Star Wars - Die Sith-Lords von Paul S. Kemp

Star Wars – Die Sith-Lords von Paul S. Kemp

Titel: Star Wars™ – Die Sith-Lords | Autor: Paul S. Kemp | Seitenzahl: 416 Seiten | Verlag: blanvalet (Verlagsgruppe Random House) | Erscheinungsdatum: 19.09.2016 | Dieses Buch kaufen: Buch (Amazon)* | E-Book (Amazon)*

Nachdem Star Wars™ – Eine neue Dämmerung erst vor kurzem erschienen ist, und dieses Buch für mich einer der besten Star-Wars-Romane des neuen Kanons war, ist nun Die Sith-Lords von Paul S. Kemp erschienen. Ob auch dieses Buch mich wieder begeistern kann, erfährst du in dieser Rezension.

Story

Der Imperator und Lord Vader müssen für eine Mission nach Ryloth reisen, doch deren Sternzerstörer wird von einer offensichtlich sehr gut organisierten Gruppe von Widerstandskämpfern rund um Cham Syndulla, dem Vater von Hera Syndulla aus Star Wars Rebels, attackiert. Die Sith-Lords sind dadurch dazu gezwungen, auf Ryloth – abgeschnitten von der Außenwelt – selbst zurecht zu kommen. Schon bald merkt Lord Vader, dass sich dieser Aufenthalt zu einer Prüfung für ihn zu entwickeln scheint…

Ich will ganz ehrlich sein: Die Grundgeschichte ist nicht mal schlecht, spielt aber in der falschen Epoche. Der Darth Vader, wie er hier rumhüpft, mit einem Raumschiff abstürzt oder Dinge repariert, ähnelt Anakin Skywalker aus den Klonkriegen viel zu sehr. Die beiden dunklen Lords legen diesen mystischen Schleier, der sie in den Filmen umgibt ab und scheinen viel zu verwundbar.

Teils schien es sogar so, als wäre dem Autor das selbst aufgefallen, da viele Taten, die Vader in diesem Buch begangen hat, ihn an seine Vergangenheit und an alte Freunde wie Ahsoka, Mace Windu oder Obi-Wan zurück erinnern.

Die Geschichte selbst ist eigentlich recht spannend geschrieben und hatte ein paar ganz nette, aber nicht überragende Wendungen. Diese geilen Momente, die viele Star Wars Bücher und besonders die TV-Serie Star Wars Rebels sonst immer hat, gibt es in diesem Buch einfach nicht. Somit ist die Story leider nur durchschnittliche Star-Wars-Kost, die ein völliges anderes Blickfeld als die Original-Trilogie besitzt, und sich irgendwie mit meinen Eindrücken der Episoden vier bis sechs nicht vereinbaren lässt.

Schreibstil

Paul S. Kemps Schreibstil ist in Ordnung, allerdings ist die Übersetzung an manchen Stellen nicht ideal, wodurch manche Sätze einfach nur grässlich formuliert sind. Darüber stolpert man beim Lesen, was schon irgendwie störend war.

Die Dialoge sind gut geschrieben, lebhaft und interessant. Bei den Beschreibungen der einzelnen Spielorte hat Paul S. Kemp aber ein bisschen geschludert: Nur mit ganz, ganz viel Fantasie konnte ich mir einige Orte grob vorstellen. Der Autor hätte an manchen Stellen etwas mehr Zeit in die Beschreibung der Schauplätze investieren sollen.

Alles in allem konnte mich der Schreibstil bei weitem nicht so fesseln wie bei den Büchern von John Jackson Miller, sonderlich schlecht war er aber auch nicht. Ein paar Dinge sind aber nun mal verbesserungswürdig.

Charaktere

Wie schon eben beschrieben sind die eigentlichen Hauptcharaktere nicht besonders gut getroffen. Darth Vader erscheint viel zu oft einfach nur wie ein Anakin Skywalker in Rüstung und der Imperator strahl nach Außen hin zwar immer Stärke aus, und meint am Ende, er habe das natürlich alles so geplant, gerät aber doch manchmal in Situationen, die einfach nicht zu seinem Charakter passen.

Die Rebellen waren mir, abgesehen von Cham Syndulla natürlich, nicht bekannt. Das war schade, ein paar mehr bekannte Gesichter hätten dem Buch sicherlich gut getan. Wobei man hier in die andere Richtung denken muss: Vielleicht ist es auch besser so, sonst hätte der Autor die anderen Charaktere ebenso schlecht getroffen wie Vader und den Imperator. Es gibt übrigens einen imperialen Ehrengardner ohne Maske. Ein No-Go!

Cover & Design

Das Cover zeigt passenderweise Vader und den Imperator, allerdings in einer Situation, die im Buch so schlicht und ergreifend nicht vorhanden ist. Nicht mal annähernd. Irgendwie erscheint das Bild deswegen eher wie eine Collage aus verschiedenen Elementen, die wohl irgendwie etwas mit dem Titel zu tun haben. Haben die Designer das Buch überhaupt gelesen?

Die einzelnen Objekte sehen aber immerhin ganz gut aus, wobei auf manchen Teilen des Covers ein seltsames Rauschen liegt, das ein bisschen wie Film Grain aussieht, und einfach nicht zum Rest passt.

Auch interessant:  Stummer Schrei Stiller Schmerz - Pia Hepke

1 Kommentar

  1. Pingback: Rezension: Star Wars - Schülerin der dunklen Seite von Christie Golden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.