Buch John Jackson MIller Science-Fiction Star Wars Z Blanvalet

Star Wars™ – Eine neue Dämmerung – John Jackson Miller

Star Wars™ - Eine neue Dämmerung - John Jackson Miller

Star Wars™ – Eine neue Dämmerung – John Jackson Miller

Titel: Star Wars™ – Eine neue Dämmerung | Autor: John Jackson Miller | Seitenzahl: 544 Seiten | Verlag: blanvalet (Verlagsgruppe Random House) | Erscheinungsdatum: 15.08.2016 | Dieses Buch kaufen: Buch (Amazon)* | E-Book (Amazon)* | Buch (Thalia)* | E-Book (Thalia)*

Star Wars™ – Eine neue Dämmerung von John Jackson Miller ist nun das nächste Buch der Science-Fiction-Saga, das in deutscher Übersetzung erscheint. Eigentlich war es der erste, im neuen Kanon erscheinende Roman und ist bereits 2014 auf englisch erschienen. Konnte er mich mehr überzeugen als Star Wars™ – Nachspiel von Chuck Wendig?

Story

Der Rumtreiber Kanan Jarrus befindet sich auf dem Planeten Gorse, der durch Sprengungen auf dem eigenen Mond wirtschaftlich lebt, die das für das Imperium äußerst wichtige Thorilidium hervor bringen. Doch der Imperator schickt einen Geschäftsmann, der die Effizienz der Raffinerien und der Bergbauer steigern soll, und das geschieht auch mit sehr fragwürdigen Mitteln. Und als wäre das nicht schon genug, läuft Kanan bald auch noch eine grünhäutige Twi-Lek namens Hera über den Weg, und er spielt mit dem Gedanken, sich ihr anzuschließen, um den Mond und den Planeten Gorse zu retten…

Bereits vor dem Lesen wusste ich – natürlich auch anhand des Covers – dass es sich bei Star Wars – Eine neue Dämmerung um ein Prequel zur TV-Serie Star Wars Rebels handelt. Deshalb habe ich eine Geschichte erwartet, in der das erste Treffen zwischen Kanan und Hera behandelt wird, und gezeigt wird, wie sich die beiden gegen das Imperium stellen und eine kleine Rebellion starten. Und eine solche Geschichte habe ich auch bekommen. Übrigens: Auch für die, die Star Wars Rebels nicht gesehen haben, ist die Geschichte sicherlich sehr spannend, wie Wulf in seinem Bericht beim Medienjournal auch festgestellt hat.

Ich finde, Eine neue Dämmerung hat alles, was eine gute Geschichte zu bieten hat. Interessante Charaktere (dazu aber später mehr), mehrere Plot-Twists und viele, coole Momente. Also wäre der Roman auch so schon ein gutes Buch. Doch Eine neue Dämmerung spielt nun mal im Star Wars Universum, und dadurch kommen noch einige weitere, positive Faktoren hinzu: Die Welt ist einfach nur genial. Außerdem gibt es mehrere Rückblenden, die mal wieder diese Momente beinhalten, die ich schon bei anderen Star Wars Büchern so geliebt habe: Momente, bei denen ich mich an etwas zurück erinnern kann, als hätte ich es selbst erlebt.

Kanan spricht mehrfach von Obi-Wan, er redet von der Funkstation, von der aus das Signal gesendet wurde, dass alle Jedi sich vom Tempel auf Coruscant fern halten sollen. Meisterin Billaba sollte wohl Kanans Meisterin werden. Und auch die Klonkriege an sich werden mehrmals thematisiert, und dadurch schafft diese Story zwei Dinge, die eigentlich kein anderes Buch bisher in diesem Ausmaß geschafft hat: Durch die Vergangenheits-Gedanken erfahre ich mehr über den unglaublich spannenden Charakter Kanan, über den ich dank Star Wars Rebels schon so viel weiß, und den ich einfach nur mag, aber ich fühle mich auch mehrfach in meine Lieblings-Epoche, die Klonkriege zurück versetzt.

Damit hat das Buch bei mir unglaublich viel Sympathie gewonnen. Doch nicht nur die Umstände rund um die Geschichte, sondern auch die Geschichte selbst hat mich überzeugt. Mal wieder hat ein Star Wars Autor es geschafft, eine Wissenslücke zu schließen, von der ich vorher nicht mal wusste, dass sie existiert. Woher hat das Imperium all seine Materialien? Die Antwort habe ich – zumindest teilweise – in diesem Buch gefunden.

Alles in allem schafft es dieses Buch, alle Vorzüge der Tatsache, dass es im Star Wars Universum spielt, nahezu perfekt auszunutzen. Doch auch für sich allein gesehen konnte die Story mich überzeugen, auch wenn sie gelegentlich ihre Längen hatte. Doch es zählt ja das Gesamtpaket, und mit Star Wars – Eine neue Dämmerung kriegst du eine spannende Geschichte, die mich mit mehreren Plot-Twists überraschen konnte.

Schreibstil

Schon in Star Wars – Kenobi hat mir John Jackson Millers Schreibstil sehr gut gefallen, und viel geändert hat sich daran in Eine neue Dämmerung nicht. Eigentlich sogar gar nichts. Weiterhin schafft es J.J. Miller wie (fast) kein anderer Autor, ein unglaublich lebendiges Kopfkino zu erschaffen. Damit dieses aber auch wirklich sehr ausgeprägt ist, sollte man ein bisschen Ahnung vom Star Wars Universum haben. Doch wenn Miller erzählt, wie Kanan und eine andere Gruppe Jünglinge Obi-Wan im Tempel seinen Erklärungen lauscht, habe ich einfach direkt ein Bild im Kopf.

Auch die Dialoge waren mal wieder verdammt gut geschrieben, auch wenn sie irgendwie den Humor vermissen ließen, der meiner Meinung nach einen großen Bestandteil von Star Wars ausmacht. Nein, das Buch ist natürlich nicht durchgehend bitterernst, aber Stellen, an die ich mich wegen des Witzes zurück erinnern kann, gibt es hier keine.

Zusammengefasst hat mir der Stil, in dem J.J. Miller dieses Buch verfasst hat, allerdings wieder sehr gut gefallen. Auch die Übersetzung ist tadellos und Rechtschreib- oder Grammatikfehler sind mir keine aufgefallen. Sehr schön! 🙂

Charaktere

Neben der Story sind die Charaktere in diesem Buch wohl das Beste. Unterm Strich haben wir hier ein Team aus vier Leuten, die gegen das Imperium sind. Doch die Ziele dieser Leute, deren Antrieb und die Leute selbst könnten nicht unterschiedlicher sein.

Über Hera erfährt man nicht besonders viel, doch es steht fest, dass sie dem Imperium sehr abgeneigt ist. Viele Dinge über Kanan weiß man nur dank Star Wars Rebels. Und die beiden anderen Leuten sind das exakte Gegenteil von stereotypen Charakteren (Dolby-Digital-type)! Und dennoch sind die Personen nie verwirrend, sondern einfach nur ein bunt zusammen gewürfelter Haufen, der sich selbst manchmal nicht so ganz sicher ist, was er da eigentlich tut.

Damit stellen die Rebellen das exakte Gegenteil zum Imperium dar. Die sterilen und geordneten Imperialen stehen Gegnern gegenüber, die komplett anders sind als sie selbst. Und besonders dadurch war es immer wieder interessant, einfach mal aus beiden Seiten Einblicke zu erhalten. Auch dadurch konnten die Charaktere eine Tiefe erhalten, die mir in Star Wars Büchern so bisher selten untergekommen ist – besonders bei Charakteren wie Zaluna, die mir vorher noch nicht bekannt waren.

Cover&Design

Was das Cover angeht, bin ich ein bisschen zwiegespalten: Zwar finde ich das Motiv an sich sehr schön und passend, allerdings gibt es viele Dinge, die ich einfach unschön finde. Erstens: Die Proportionen. Es ist einfach seltsam, dass der Sternenzerstörer nur so wenig größer ist wie der vordere Tie-Jäger. Hier hätte man bei der Zeichnung besser mit der Tiefe arbeiten sollen.

Auch ist es irgendwie nicht so ganz gelungen, Hera und Kanan sechs Jahre jünger als in Star Wars Rebels aussehen zu lassen. Naja, nicht so wichtig. Außerdem: Warum hat Kanan sein Lichtschwert in der Hand? Das widerspricht der Handlung des Buches total!

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