Buch Star Wars

Rezension: Star Wars™ – Episode I. Die dunkle Bedrohung von Terry Brooks

Star Wars: Episode I. Die dunkle Bedrohung von Terry Brooks

Star Wars: Episode I. Die dunkle Bedrohung von Terry Brooks

Titel: Star Wars™ – Episode I. Die dunkle Bedrohung | Autor: Terry Brooks (nach dem Drehbuch von George Lucas) | Seitenzahl: 320 Seiten | Verlag: blanvalet (Verlagsgruppe Random House) | Erscheinungsdatum: 23.11.2015 | Dieses Buch kaufen: Buch (Amazon)* | E-Book (Amazon)*

 

Die Saga beginnt: Star Wars gibt es nicht nur als Film – Nein – auch Bücher sind über den Krieg der Sterne schon viele erschienen. Neben Geschichten, die die Handlung abseits der Filme beschreiben, wurden auch Romane zu den Drehbüchern der Episoden I-VI geschrieben. Diese Romane wurden im November 2015 in einem komplett neuen Design wieder aufgelegt, und diese Version werde ich hier heute rezensieren!

Story

Der Planet Naboo fühlt sich von einer Blockade der Handelsförderation bedroht. Um die hitzige Lage zu entspannen, schickt der oberste Kanzler der Republik insgeheim zwei Jedi-Ritter, die sich um die Verhandlungen kümmern sollen. Doch die Förderation ist nicht zur Kooperation bereit, und beginnt, den Planeten einzunehmen. Um die Blockade und das Eingreifen zu legitimieren, versucht die Förderation die Königin von Naboo, Amidala, dazu zu bringen, einen Vertrag zu unterzeichnen. Doch Amidala wird von den Jedi, Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi gerettet. Auf der Flucht stoßen sie auf einen Jungen namens Anakin Skywalker…

Vorab: Du solltest Ahnung von Star Wars haben, um meine Rezension verstehen zu können. Falls du dennoch Fragen hast: Ab in die Kommentare damit!

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Es ist wenig verwunderlich, dass dieser Roman die Geschichte der ersten Star Wars Episode ziemlich exakt nacherzählt. Allerdings wurde ich dadurch überrascht, dass – besonders zu Anfang des Buches – einige Szenen beschrieben wurden, die nicht im Film vorhanden sind. So handelt Anakin auf Tatooine beispielsweise mit einigen Jawas, um Dinge für Watto zu beschaffen.

Ab der zweiten Hälfte des Romans gibt es dann aber nur noch sehr wenige „Extra-Szenen“ was ich eigentlich ziemlich schade finde, da dies einen gewissen Mehrwert gegenüber dem Film geboten hat.

Die Story an sich dürfte Star Wars Fans ja bekannt sein. Viele mögen die Prequels zwar nicht so sehr, ich wiederum komme sehr gut mit ihnen zurecht, weshalb ich auch diese Geschichte sehr gut finde. Zwar wird zum Beispiel durch die Beschreibung der Midi-Chlorianer ein gewisser mystischer Aspekt, den die Original-Trilogie hatte, praktisch zu Nichte gemacht, doch andere Dinge, beispielsweise der Jedi-Orden und die neuen Planeten sind echt geil.

Story-Technisch bietet der Roman einen gewissen, wenn auch eher kleinen Mehrwert gegenüber zum Film. Allerdings würde ich den Roman eh eher als Merch-Produkt ansehen, da ich nicht glaube, dass irgendjemand dieses Buch kaufen wird, ohne vorher bereits den Film gesehen zu haben.

Schreibstil

Hier wurde ich positiv überrascht! Der Roman ist wirklich spannend geschrieben. Und besonders dadurch, dass die Gedanken und inneren Konflikte der Charaktere hier beschrieben werden konnten, was natürlich im Film nicht möglich war, erhält das Buch eine überraschende Tiefe. Auch konnten dadurch viele Dinge beschrieben werden, die im Film unter den Tisch gefallen sind.

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Auf der anderen Seite gab es hier aber auch einige negative Punkte: Aus Pod-Rennen wurden Kapselrennen, aus dem Boonta-Eve der Boonta-Abend, aus „Die Fähigkeit zu sprechen macht dich noch lange nicht intelligent wird „Dass du sprechen kannst, heißt noch lange nicht, dass du intelligent bist!“. Ich glaube du verstehst, was ich meine. Einige, teils feststehende Begriffe aus dem Star-Wars-Universum, wurden hier völlig anders übersetzt. R2-D2 wurde hingegen nicht übersetzt und im Buch, wie im Englischen Original, Artoo genannt.

Auch sind, wie du am Beispiel oben sehen kannst, viele Dialoge völlig anders verlaufen, als im Film. Das hat mich persönlich sehr gestört, da der Wortlaut aus dem Film mir natürlich bekannt ist, und ich jedes mal über die andere Übersetzung gestolpert bin. Das hat den Lesefluss gehemmt.

Insgesamt hat die Übersetzung den sonst sehr guten Schreibstil leider ein bisschen kaputt gemacht. Schade!

Charaktere

Das beste an Episode I ist ja eigentlich Qui-Gon Jinn. Der Jedi ist einfach ein ziemlich cooler Charakter, der aber im Buch irgendwie ein bisschen was von seiner glatten, weisen Art verliert und ein bisschen mehr wie ein normaler Mensch wirkt. Das liegt daran, dass auch seine Probleme ausführlich beschrieben werden. Auch Obi-Wan und sein Verhältnis zu seinem Meister werden ausführlich beleuchtet, was mir ausgezeichnet gefallen hat.

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Kritisieren möchte ich, dass ich mir viele Charaktere nur so gut vorstellen konnte, weil mir der Film bekannt ist. Der Akzent der Neimodianer, deren Aussehen oder das Aussehen der Kampfdroiden wurde gar nicht beschrieben.

Cover & Design

Das Design hat sich – im Gegensatz zur alten Version des Buches – grundlegend verändert. Es ist schlichter geworden. Als Bild auf der Vorderseite kommt der Kopf des Antagonisten Darth Maul zum Einsatz. Das gesamte Cover glänzt außerdem und ist nicht mehr matt. Dennoch finde ich das gesamte Design weiterhin zu Textlastig. Ein bisschen mehr Grafik und ein bisschen weniger Text wären vielleicht gar nicht schlecht gewesen.

Dennoch hat die Neuauflage natürlich den großen Vorteil, das Format und Design nun zu den anderen, aktuellen Star Wars Büchern passen.

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