Buch John Jackson MIller Science-Fiction Star Wars Z Blanvalet

Star Wars™ Kenobi – John Jackson Miller

Star Wars™ Kenobi - John Jackson Miller

Star Wars™ Kenobi – John Jackson Miller

Titel: Star Wars™ Kenobi | Autor: John Jackson Miller | Seitenzahl: 560 Seiten | Verlag: blanvalet (Verlagsgruppe Random House) | Erscheinungsdatum: 17.08.2015 | Dieses Buch kaufen: Hier

 

Meinen Einstieg ins „Star Wars“ Universum habe ich dank meines Vaters bereits früh gefunden, da dieser mich schon früh mit den beiden Trilogien gefüttert hat. Auch die TV-Serien wie „The Clone Wars“ oder „Star Wars Rebels“ habe ich bald für mich entdeckt. Mit „Jedi Power Battles“ auf dem GameBoy Advanced, „Star Wars: The Clone Wars Republic Heroes“ auf dem Nintendo DS, „Star Wars: The Force Unleashed“ auf der PS3 und diversen anderen Star Wars Games habe ich dann auch meinen Einstieg in die Spielewelt zu den Kultfilmen gefunden. Doch der Einzug der Bücher lies lange auf sich warten. Mein erstes „Star Wars“ Buch war „Darth Maul – Der Schattenjäger“. Da mir das Buch gefiel, habe ich angefangen, „Mace Windu und die Armee der Klone“ zu lesen, was ich bis heute nicht beendet habe. Doch nun wurde ich vor einigen Wochen auf der Webseite von Random House auf ein Buch aufmerksam, welches mich auf Grund des Covers sofort ansprach: „Star Wars Kenobi“. Und um diesen Roman soll es hier auch heute gehen (nach dieser zu lang geratenen Einleitung)!

Story

Kurz nach den Ereignissen aus „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“ muss Obi-Wan Kenobi den gerade erste geborenen Luke Skywalker in Sicherheit bringen und ihn beschützen. Kenobi entscheidet sich für den Planeten Tatooine, der nicht vom Imperium kontrolliert wird. Dort lässt er sich in einer Hütte nieder und bringt Luke auf die Farm der Familie Lars. Doch so ruhig Kenobi es sich auch wünscht, so gemütlich ist es auf dem Wüstenplaneten leider nicht. Immer wieder gerät Obi-Wan, der mittlerweile den Namen Ben angenommen hat, in Gefahren, oder hilft anderen, die in Gefahr geraten. Bald lernt er einige Leute aus dem „Oase“ genannten Laden kennen, der der Mittelpunkt einiger Farmen ist. Doch viele der Farmen werden, anscheinend sehr oft, von Tusken Räubern überfallen. Doch wie Kenobi raus findet, steckt ein großer und verzwickter Komplott hinter all dem…

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Habt ihr in der Zusammenfassung alles verstanden? Wenn ja, scheint ihr mindestens die Star Wars Episoden drei und vier geguckt zu haben. Denn ohne ein gewisses Grundwissen fällt der Start in diesen Roman schwer, und einige Anspielungen, zum Beispiel zu einem „kleinen grünen Männchen“ sind nicht verständlich. Ich empfehle daher, erst ein mal (möglichst alle) Filme zu gucken und/oder Bücher zu den Filmen zu lesen.

Ich mochte die Story von Kenobi wirklich gern. Sie ist anfangs recht spannend, nimmt zur Mitte hin etwas an Spannung ab, um am Ende dann aber richtig durchzustarten. Die Geschichte war schlüssig, und ich hatte mehrfach einen „Aha“-Moment, in dem mir Zusammenhänge aus den Filmen klarer wurden. Die Geschichte baut sehr darauf auf, dass Ben einfach helfen MUSS, wenn andere Leute in Gefahr sind. Dadurch gerät er öfters selber in gefährliche Situationen, und deckt irgendwann sogar ein Verbrechen auf, in das einige Leute, die er schon in der „Oase“ kennen lernen durfte, verzwickt sind.

Tatooine als Schauplatz gefiel mir gut, die anfangs von mir vermutete Einseitigkeit trat nicht auf, da zwei einige Schauplätze immer wieder vorkommen, zum Beispiel die „Oase“, aber auch öfters ganz neue Orte, Mos Eisley zum Beispiel.

Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass Star Wars Kenobi eines der besten Star Wars Bücher ist, was ich je gelesen habe. Der Plot ist unglaublich spannend und interessant, der Leser fiebert mit den Charakteren mit und lernt Ben Kenobi von einer ganz anderen Seite kennen. Allerdings sollte Grundwissen zu Star Wars vorhanden sein.

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Schreibstil

Dies war mein erstes (Star Wars) Buch von John Jackson Miller. Sein Schreibstil hat mir zugesagt, auch wenn einige Dinge etwas umständlich beschrieben wurden. Allerdings hat er den Hauptcharakter Obi-Wan Kenobi ausgesprochen gut getroffen, wie ich finde.

Die Geschichte wird von einer dritten Person erzählt, was ich sehr begrüßt habe, da der Leser so auch erfahren durfte, was andere über das Auftauchen oder die Taten von Kenobi denken. Doch auch er selbst kommt zu Wort, in Kapiteln, in denen er zu seinem alten Lehrmeister Qui-Gon Jinn spricht.

Alles in allem konnte ich Star Wars Kenobi sehr gut und flüssig lesen, immerhin haben drei Abende gereicht, um das Buch zu verschlingen. Viele Fachbegriffe aus dem Star Wars Universum finden sich allerdings über alle Seiten verteilt, so dass ich bei einigen Fortbewegungsmitteln oder ähnlichem die Jedipedia zu Rate ziehen musste, um meinem Kopfkino auf die Sprünge zu helfen.

Charaktere

Den Hauptcharakter Ben Kenobi hat John Jackson Miller, wie bereits gesagt, toll getroffen. Die anderen Charaktere waren mir nicht aus den Filmen oder anderen (unkanonischen) Büchern bekannt. Für viele konnte ich direkt Sympathie – oder eben auch nicht – verspüren, auch wenn ich mich, ähnlich wie Kenobi am Anfang, in einigen Leuten getäuscht habe.

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Die meisten Charaktere sind alles andere als flach, was daran liegt, dass viele die Möglichkeit bekommen, dem Leser etwas über ihr Leben und ihre Gefühle zu erzählen. Und auch die Tatsache, dass Ben nicht von allen unbedingt positiv gesehen wird, zeichnet viele Individuen (ich will nicht Menschen schreiben, wäre ja diskriminierend den anderen Rassen in Star Wars gegenüber) positiv oder negativ aus.

In viele Charaktere konnte ich mich gut hinein versetzen, bei manchen weniger gut, da ich deren Beweggründe nicht verstanden habe. Sie waren zwar logisch, passten aber nicht in mein Verhaltensmuster. Bei anderen Leuten habe ich aber auch mich ein Stück weit wieder erkennen können.

Cover&Design

Das Cover zeigt Obi-Wan Kenobi mit seinem blauen Lichtschwert auf Tatooine vor der Farm der Familie Lars. Auch das Star Wars Logo darf natürlich nicht fehlen. Ansonsten ist noch der „Legends“ Schriftzug auf dem Buch zu sehen, der auf alle Bücher des ehemaligen erweiterten Universums gedruckt wurden, um George Lucas bei der Realisierung von Episode VIII die größtmögliche Freiheit zu bieten.

Die Fonts auf dem Cover, in denen „John Jackson Miller“ und „Kenobi“ gedruckt wurde, sagen mir zu und sind einfach zu lesen. Auch der Text innerhalb des Romans hat mir keine Schwierigkeiten bereitet. Auf den ersten Seiten findet sich noch die für blanvalet typische, chronologische Übersicht über alle Star Wars Bücher.

 

1 Kommentar

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