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Star Wars Rebels – Die komplette erste Staffel

Star Wars Rebels - Die komplette erste Staffel (Blu-Ray)

Star Wars Rebels – Die komplette erste Staffel (Blu-Ray)

Serie: Star Wars Rebels | Die komplette erste Staffel | Studio: Disney | Spielzeit: 330 Minuten | Erscheinungsdatum: 10.09.2015 | Dieses Produkt kaufen: Hier | ©2015 & TM Lucasfilm Ltd.

 

Nachdem ich nun bereits alle Folgen der Star Wars Rebels Hörspielserie aus dem Hause Kiddinx rezensiert habe, wollte ich auch die TV-Serie sehen und bewerten. Es wurden nämlich nicht alle Folgen der ersten Staffel als Hörspiel umgesetzt, und die zusätzlichen Geschichten wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Und hat es sich gelohnt? Ja, hat es!

Story

Nachdem in der dritten Episode der Star Wars Filme die Order 66 ausgeführt wurde, hat der ehemalige Kanzler Palpatine ein großes Imperium aufgebaut, dem viele Planeten in der Galaxis angehören. Doch einige Rebellen kämpfen gegen den Einfluss des Imperiums und wollen diesem schaden. Vier von denen haben sich unter Führung der Pilotin Hera zusammen getan: Kanan, ein Jedi-Ritter, Sabine, eine junge Kriegerin mit künstlerischem Potenzial und Zeb, ein Lasat. Während einer Mission auf dem Planeten Lothal stoßen sie auf den Jungen Ezra, der sich als Imperiumsgegner herausstellt, wird die Rebellen von nun an begleiten. Und bald schon stellt sich heraus, dass auch Ezra die Macht beherrscht und ein Jedi-Ritter werden könnte.

Die folgenden Folgen handeln von Aufträgen, die die Crew der Ghost entgegen nimmt, um dem Imperium zu schaden und den armen Menschen in der Galaxis zu helfen. Dabei stoßt die Crew auf Ezras Vergangenheit, auf einen gefährlichen Inquisitor, der sie auslöschen will und auf viele Star Wars Charaktere, die wir bereits aus den Filmen oder aus The Clone Wars kennen.

Da Rebels nun die zweite (größere) Star Wars Serie ist, wird sie praktisch gezwungenermaßen oft mit The Clone Wars verglichen. Und deshalb möchte ich das hier auch tun, aber gleichzeitig darauf hinweisen, dass die beiden Serien ein paar Sachen gemeinsam haben, es aber auch sehr viele Unterschiede gibt. Zum Beispiel wurde in The Clone Wars deutlich mehr Wert auf das in Szene setzen großer Schlachten gelegt, während sich hier in Rebels meist maximal 20 Gegner gegenüber stehen.

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Außerdem wurde die Republik praktisch gegen die Rebellen von der Ghost (Heras Schiff) ausgetauscht. Die fünfköpfige Crew und der Astro-Mech-Droide Chopper sind die Protagonisten der neuen Serie, und lehnen sich gegen das Imperium auf. Bald wird auch klar, dass Ezra zum Jedi ausgebildet werden könnte. Und nach und nach trudeln dann auch noch immer mehr Charaktere ein, die wir bereits aus vergangenen Star Wars Franchises kennen. Einige werden auch nur namentlich genannt, zum Beispiel Kanans Meisterin Depa Billaba, die einst Schülerin von Mace Windu war und den Kampfstil des Vapaad beherrscht.

Doch schon in einer der ersten Folgen tauchen Personen auf, bei denen man sich denkt „Ach, verdammt! Das ist ja X!“. Und nicht nur Personen: Auch R2-D2 hat einen Auftritt. Besonders viel möchte ich über die bekannten Figuren nicht sagen, da euch das die Spannung etwas nehmen würde. Und eins darf natürlich auch hier nicht fehlen: Der Clone Wars typische Humor, der mich mehrfach zum lachen bringen konnte!

Alles in allem ist Rebels meiner Meinung nach die bessere Star Wars Serie, auch wenn sie eigentlich sehr einfach gestrickt ist. Die meisten Aufträge laufen recht ähnlich ab: Die Rebellen erfahren irgendwie irgendwas, gehen dem nach, stoßen auf Widerstand, kämpfen sich geschickt durch die feindlichen Linien und stoßen manchmal auf irgendeinen Charakter, den wir bereits kennen, den Rebellen aber unbekannt ist. Doch einige Folgen tanzen aus der Reihe, positiv. Sie sind sehr kreativ, haben ein tolles Drehbuch und behandeln teilweise Sachen aus vorigen Folgen, die nicht ganz abgeschlossen wurden. Lobenswert ist außerdem das grandiose Staffelfinale, in dem direkt mehrere Charaktere auftreten, die wohl jedem bekannt sein sollten.

Und nachdem ich die Serie dann fertig geguckt hatte, habe ich mich einfach nur noch auf die zweite Staffel gefreut, da das Ende der ersten Staffel die Möglichkeit offen lässt, zwei Charaktere gegeneinander kämpfen zu lassen, die während der Klonkriege Seite an Seite gekämpft haben…

Schauspieler

Schauspieler im eigentlichen Sinn gibt es in Star Wars Rebels natürlich nicht, da es sich um eine Animationsserie handelt. Daher werde ich hier auf die Synchronsprecher der Figuren eingehen und die deutsche Synchronisation mit der Englischen vergleichen.

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Der Jedi-Ritter Kanan wird von Dennis Schmidt-Foß gesprochen, der vielen von euch als Dr. Pratt aus Emergency Room – Die Notaufnahme oder als Kaiba aus Yu-Gi-Oh! bekannt sein dürfte. Er spricht die Rolle des Kanan ausgesprochen gut, für meinen Geschmack manchmal aber etwas zu gefühlslos, schon fast überheblich. Die Sprecher der restlichen Ghost-Crew gefallen mir auch sehr gut, besonders für Ezra wurde hier eine passende Stimme gefunden.

Der Hauptantagonist der ersten Staffel, der Inquisitor, wird von Hans Jürgen Dittberner gesprochen, der dem Charakter einen wirklich bösen Touch einflößen kann. Auch für viele alte Star Wars Charaktere konnten die originalen Synchronsprecher aufgetrieben werden, C-3PO wird zum Beispiel wieder von Wolfgang Ziffer verkörpert.

Im Vergleich zur englischen Synchronisation gefällt mir die Deutsche ehrlich gesagt fast besser. Tseebo zum Beispiel, spricht in der englischen Version viel zu gefühlslos, unverständlich, eigentlich schon fast unprofessionell. In der deutschen Fassung wurde hier eine viel passendere und lebendigere Stimme verwendet.

Bild

Ich beginne nun mit dem Zeichenstil und den Animationen innerhalb der Serie und werde danach die Bildqualität an sich beurteilen.

Der Zeichenstil unterscheidet sich von dem aus The Clone Wars. Einige Sachen sehen „runder“ aus und es sind deutlich mehr Sachen animiert, meist auch physikalisch korrekt berechnet. Teilweise fällt aber doch sehr stark auf, welche Teile eines Charakters animiert sind: Bei Ezra bewegen sich zum Beispiel nur ein paar fordere Haarsträhnen, der Rest der Haare sind eine unbewegliche Matte. Bei Kanan bewegt sich der Zopf – und entwickelt auch gerne mal ein Eigenleben.

Außerdem sind viele der Hintergründe detailreicher als in The Clone Wars, vor allem aber gibt es allgemein mehr – und zwar deutlich größere Hintergründe, was deutlich mehr Panorama-„Aufnahmen“ aus weiter Entfernung erlaubt.

Kommen wir nun zur Videoqualität: Jede Folge ist im 16:9 Format auf dem Datenträger vorhanden. Auf der Blu-Ray Version wird eine Auflösung von 1080p (Full-HD) verwendet. Verpixelte Szenenbilder oder unscharfe Texturen habe ich vergeblich gesucht. Auch die Bewegungen waren alle flüssig. Bezüglich der Qualität habe ich wirklich nichts zu meckern, der Zeichenstil gefällt aber wirklich nicht jedem.

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Ton

Auf der DVD- und auf der BD-Version sind sowohl der deutsche als auch der englische Sound in Dolby Digital 5.1 vorhanden, was Standard ist, aber in keinster Weise irgendwas besonderes ist. Wenn man bedenkt, dass Lucasfilms in Sachen Soundtechnik lange wegweisend war, hätte ich mir hier schon eine 7.1 oder 10.1 Soundspur gewünscht.

Abgesehen davon ist der Sound aber wirklich gut, es gibt viele Effekte im Hintergrund, die Stimmen sind immer in der richtigen Lautstärke, und bei einem entsprechenden Sound-System fliegen die Raumschiffe praktisch an einem vorbei, wie man es auch aus den Star Wars Filmen gewöhnt ist.

Der Soundtrack ist größtenteils anderen Star Wars Melodien nachempfunden. Die originalen Stücke aus dem Filmen gefallen mir aber größtenteils besser und sie sind mir auch eher im Ohr geblieben als der Soundtrack von Star Wars Rebels.

Extras

Die Blu-Ray Fassung enthält deutlich mehr Extras als die DVD-Fassung. Ich habe mir unter anderem die Rebels Recon Kurzfilme angesehen, die ich ehrlich gesagt ziemlich langweilig fand. Diese beschreiben in einer kurzen Zusammenfassung den Inhalt jeder einzelnen Folge. Danach folgen ein paar Interviews mit irgendwelchen Producern oder den englischen Originalstimmen. Ich fand es übrigens bei allen Extras sehr verwirrend, dass der (immerhin vorhandene) deutsche Untertiteln, mal oben und mal unten angezeigt wurde, was praktisch im Sekundentakt wechselt.

Danach habe ich mir noch einige weitere Extras angesehen. Schon etwas interessanter fand ich die Zusammenfassung der ersten Staffel aus der Sicht von Kanan. Sehr interessant fand ich den Ausblick auf die zweite Staffel, der mit einem Interview mit Kevin Kiner eingeleitet wurde. Alles in allem freue ich mich auf die nächste Staffel, und kann Star Wars Fans nur eine absolute Kaufempfehlung für diese erste Staffel aussprechen!

 

 

3 Kommentare

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