Buch James Luceno Science-Fiction Star Wars Z Blanvalet

Star Wars™ – Tarkin – James Luceno

Star Wars: Tarkin - James Luceno

Star Wars: Tarkin – James Luceno

Titel: Star Wars™ Tarkin | Autor: James Luceno | Seitenzahl: 384 Seiten | Verlag: blanvalet (Verlagsgruppe Random House) | Erscheinungsdatum: 15.02.2016 | Dieses Buch kaufen: Hier

 

Langsam entwickelt sich Star Wars wohl auch in literarischer Sicht zu meinem Spezialgebiet. Vor einigen Monaten habe ich bereits John Jackson Millers Star Wars™ Kenobi hier rezensiert, und auch diverse Star Wars Hörspiele, Serien und Filme haben schon Platz auf dieser Seite gefunden. Hier nun die Besprechung zu einem Buch, dem ich erst ein mal etwas skeptisch gegenüber getreten bin. Zwar fand ich, dass Tarkin ein interessanter Charakter ist, doch irgendwie mag ich Geschichten, die über die Handlung der Filme hinaus gehen, zu Zeiten der Prequel-Trilogie lieber.

Story

Wilhuff Tarkin überwacht derzeit den Bau einer mobilen, imperialen Kampfstation im Auftrag des Imperators, als seine Basis von einem separatistischen Schiff angegriffen wird. Diese Attacke geschieht aber nicht irgendwie: Die Angreifer hacken das HoloNet, und versuchen so, Tarkin auf eine falsche Spur zu bringen. Tarkin wird darauf hin nach Coruscant zurück beordert und vom Imperator beauftragt, gemeinsam mit Darth Vader dem Vorfall auf den Grund zu gehen….

Das, was ich gerade beschrieben habe, ist der Grund-Plot des Romans. Dieser endet in einer ziemlich wilden Jagd quer durch die halbe Galaxis. Doch das macht nur etwa zwei drittel des Buches aus: Neben der Grundgeschichte finden sich immer wieder Reisen in Tarkins Vergangenheit, die seine familiären Verhältnisse, seine Ausbildung und seine Anfänge in der Republik beschreiben. Und irgendwie machen diese Ausflüge in die Vergangenheit einen großen Teil des Buches, aus, da die Grund-Story ohne diese Elemente irgendwie etwas zu trist wäre.

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Zwar finde ich auch die Hauptstory durchaus interessant, doch irgendwie liegt das primär daran, dass sie im Star Wars Universum spielt. Planeten wie Murkhana sind mir bekannt, einzelne Dinge, an die sich Tarkin erinnert, kenne ich aus „The Clone Wars“ Folgen (wie zum Beispiel den Tod von Jedi-Meister Piel) auch die epischen Sternenzerstörer kann ich mir perfekt bildlich vorstellen. Insgesamt kann ich der Geschichte nicht vorwerfen, einfallslos zu sein, doch irgendwie hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass all das, was dort passiert, auf irgendwas größeres hin arbeitet. So von wegen: Am Ende sind Ashoka Tano und Ben Kenobi die Drahtzieher hinter allem, Qui-Gon erscheint als Machtgeist, Yoda hat seinen letzten Kampfeinsatz direkt innerhalb des Exils auf Dagobah, Mace Windu lebt doch noch (ich hoffe immer noch, dass er in Rebels auftaucht….) und Jar Jar Binks wird von einem AT-TE platt getreten. Klar war das jetzt übertrieben, aber das Ende, das ja eigentlich ein krönendes Finale sein sollte, war einfach ziemlich ernüchternd.

Insgesamt lebte die Story von Tarkins Charakter und seinen Handlungen, und ganz besonders von den Rückblicken in seine Vergangenheit. Die Hauptstory ist netter Durchschnitt mit einem ernüchternden Ende.

Schreibstil

In Star Wars™ Tarkin wechseln sich sehr lange Beschreibungen und Gedanken mit teils mehreren Seiten langen Dialogen, zum Beispiel in Sitzungen eines Imperialen Rates, ab. Diese Mischung hat mir gut gefallen, auch wenn die Dialoge nicht besonders lebhaft waren, was aber auch an den beiden Hauptcharakteren, Tarkin und Vader, lag, die ja beide nun nicht unbedingt Sympathieschleudern sind. Mir hat Gut gefallen, dass die Rückblenden immer wieder in unterschiedlichen Formen im Buch vorhanden waren. Mal waren sie eine tatsächliche Rückblende, mal entsprangen sie einfach nur den Gedanken Tarkins in der „Gegenwart“, mal wurden Details im Gespräch mit Darth Vader geklärt.

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Das Buch schließt viele Lücken, was das Leben von Tarkin und seine Stellung im Imperium angeht. Diese Dinge kann James Luceno, der unter anderem auch für Labyrinth des Bösen und Dark Lord verantwortlich ist, in gewisser Weise „unauffällig“ verpacken, so dass man immer wieder über Feinheiten stolpert, die einem doch aus den Filmen bekannt vorkommen. Eine wichtige Sache für Leser ist allerdings: Wer keine Ahnung von Star Wars hat, sollte diesen Roman meiden, da Luceno mit vielen Fachausdrücken aus der weit, weit entfernten Galaxis um sich wirft.

Charaktere

Wie schon erwähnt sind die Hauptcharaktere von Star Wars™ – Tarkin der namensgebende Wilhuff Tarkin und Darth Vader. Auch der Imperator spielt natürlich eine Rolle, genau so wie Yularen, der in den Klonkriegen häufig an Anakin Skywalkers Seite gedient hat. Ein paar andere Charaktere kennt man bereits von hier und da, die meisten werden aber neu eingeführt. Vader, Tarkin und der Imperator fand ich charakterlich sehr gut getroffen. Tarkins militärische Natur, Palpatines sturer Blick nach vorne und Vaders offensichtlich unendliches Vertrauen in die dunkle Seite konnten gut rüber gebracht werden.

Die neu eingeführten Charaktere, auf diese näher einzugehen würde hier spoilern, fand ich persönlich etwas flach. Zwar bekommt man durchaus ein paar Daten über sie gesagt, doch wirkliche charakterliche Züge können sie leider nie entwickeln.

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Cover&Design

Neben dem Star Wars Logo sind auf dem Cover Tarkin und Darth Vader abgebildet. Wilhuff Tarkin wird in den Filmen übrigens von Peter Cushing verkörpert, der besonders durch die britischen „Hammer“-Filme bekannt wurde. Unten findet sich außerdem der Verlagsname. Das Cover ist sehr schlicht gehalten, zeigt aber, genau wie der Titel, direkt worum es geht: Um Tarkin. Darth Vader als gewissermaßen zweiter Hauptcharakter ist ein wenig versteckter.

Mir gefällt das Cover gut. Es ist schlicht, spoilert die Geschichte nicht und wirkt absolut nicht überladen, wie einige Covers von früheren Star Wars Büchern.

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