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The Technomancer

In dieser Review geht es um das Science-Fiction-RPG „The Technomancer“ das von Spider entwickelt und von Focus Home Interactive gepublished wurde. Es ist für PC, PS4 und XBOX One erschienen.

Story

Die Menschheit befindet sich auf dem Mars. Doch das Leben dort stellt sich als alles andere als einfach heraus. Es gibt Sklaverei, Minderheiten werden ausgestoßen, es herrscht Krieg zwischen den einzelnen Städten und Korrution in der Politik.

Außerdem gibt es noch die Technomancer, die Elektrizität in ihrem Körper haben und somit grandiose Kämpfer sind. Zachariah ist einer von ihnen, und als er bestreiten wir dieses Abenteuer.

Ich persönlich mag das Szenario von The Technomancer. Die Menschen sind auf dem Mars, wollen die Erde kontaktieren, doch anstatt zusammen zu arbeiten, arbeiten alle Fraktionen und Gruppen auf dem Mars gegeneinander. Und wir können dann Sympathie bei den einzelnen Fraktionen erlangen, durch gute Taten zum Beispiel, und können sie so als Partner gewinnen.

Besonders zum Ende hin wird die Story echt interessant, und schon zu Beginn gab es eine Wendung, die ich nicht vorhergesehen habe. Insgesamt fand ich es allerdings schade, dass Inszenierung und Länge der Geschichte nicht gerade die besten waren, was wohl am recht geringen Budget des Spiels gelegen haben mag. So wurde leider einiges an Potenzial verschenkt.

Gameplay

Zach stehen drei verschiedene Kampfstile zur Verfügung. Die einzelnen Stile kann man hochleveln, sobald man durch das Töten von Gegnern so viele Erfahrungspunkte gesammelt hat, dass man ein Level hinauf kommt. In etwas größeren Abständen werden auch Fähigkeitenpunkte und Talentpunkte vergeben, durch die man Zach besser werden lassen kann.

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Außerdem gibt es ein Karma-System und ein Ruf-System. So kann man durch gute Taten seinen Ruf z.B. bei der Opposition erhöhen, was einem gewisse Vorteile bringen soll. Davon bekommt man aber leider erst ganz am Ende des Spiels etwas mit, vorher fällt der Ruf gar nicht ins Gewicht.

Das Kämpfen selber funktioniert eigentlich ziemlich gut. Man kann die Kamera drehen und so die einzelnen Gegner angreifen. Auch Zachs zwei Gefährten greifen Gegner an, dienen aber eher zum Ablenken der Gegner, als dass sie wirklich etwas bringen. Die KI ist dabei nicht gerade die hellste aber auch nicht wirklich dumm. Durch Zauber kann man spezielle Angriffe durchführen.

Und ist The Technomancer ein Open-World-Spiel? Zum Glück nicht. Die Entwickler haben es leider nicht geschafft, die recht großen und sehr schön designten Areale mit Leben zu füllen. Noch nerviger ist allerdings das Level-Recycling, wodurch man – besonders am Ende – gefühlt 1000 mal durch den Untergrund seiner Heimatstadt rennt und jedes mal die gleichen Gegner tötet. Und dran vorbei laufen geht auch nicht, da sich Türen nicht öffnen, wenn nicht bereits alle Gegner erledigt sind. Das ist absolut nervige und unnötige Spielzeitstreckung.

Neben der Hauptstory gibt es auch noch einige Nebenmissionen, die alle allerdings nicht unbedingt einen Innovationspreis gewinnen.

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Leider konnte mich das Gameplay von The Technomancer nicht vollends überzeugen. Zu viele störende Sachen sind mir aufgefallen. Das komplette Spiel ist leider sehr eintönig, Abwechslung sucht man, besonders zu Ende hin, vergebens. Ein paar mehr Areale und ein interessanteres Missionsdesign hätten hier wirklich gut getan!

Grafik

Die Umgebungsgrafiken von The Technomancer sind eigentlich recht schön, doch auch in dieser Hinsicht merkt man dem Projekt vorne und hinten das fehlende Budget an. Für Gesichtsanimationen blieb offensichtlich kein Geld mehr, und irgendwie ist die Welt unglaublich statisch. Ich hatte das Gefühl, als wäre immer alles am exakt selben Ort und würde sich auch nie bewegen.

Die Lichtstimmung ist allerdings sehr gut gelungen, und einige Areale sehen wirklich gut aus, dennoch hat man irgendwie das Gefühl, durch eine Kulisse und nicht durch eine lebendige Welt zu laufen.

Allerdings sind in der PC-Version recht viele Einstellungen vorhanden und auch exotische Super-Widescreen-Auflösungen werden anstandslos unterstützt. Frame Drops sind in Gebieten mit vielen KI’s aber leider die Regel.

Sound

The Technomancer besitzt keine deutsche Sprachausgabe, die Charaktere sind auf englisch aber mehr als solide vertont. Die Übersetzung in Form von Untertiteln könnte teilweise besser sein und ist selten sogar fehlerhaft.

Die Umgebungsatmosphäre könnte insgesamt deutlich dichter sein, besonders in der Stadt hätte ich mir deutlich mehr Geräusche gewünscht. Allerdings gibt es einen Soundtrack, der gelegentlich gespielt wird. Dieser ist wirklich sehr gut. Er vermischt interessante Gitarrenabfolgen mit Synthi-Sound, der teils ein bisschen an Depeche Mode oder Tears for Fears erinnert. Auch Standalone kann sich die Musik wirklich hören lassen.

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Extras

Wie schon erwähnt bietet das Spiel recht vielfältige Einstellungsmöglichkeiten. Auch die vielen, aber nicht wirklich abwechslungsreichen Nebenaufträge sollten nicht unerwähnt bleiben. Einen Multiplayer-Modus gibt es nicht.

Sehr schön finde ich allerdings, das man komplett frei speichern kann und auch mehrere Spielstände anlegen kann. Das ist heutzutage ja leider nicht mehr die Regel.

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