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Thymios: Das Herz des Kriegers – Lisa Schneider

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Titel: Thymios: Das Herz des Kriegers | Autor: Lisa Schneider | Seitenzahl: 336 Seiten | Verlag: Riverfield-Verlag | Erscheinungsdatum: 25.09.2015 | Dieses Buch kaufen: Hier

 

Thymios: Das Herz des Kriegers ist eine von der erst 14-jährigen Autorin Lisa Schneider Abenteuergeschichte, die im antiken Griechenland spielt und in der Thymios seine Geschichte rund um Sklaverei und Kriege erzählt.

Story

Der Feldarbeiter Thymios wohnt mit seinen Eltern, ebenso wie seine gute Freundin Mia, in Fridos. Fridos hieß früher Heldos, wurde aber in die Städte Helikios und Fridos aufgespalten. Sowohl Thymios als auch Mia arbeiten als Landarbeiter und kommen mehr oder weniger gut über die Runden. Doch irgendwann verkauft der Herrscher alle Kinder aus der Provinz an einen Sklavenhändler. Dieser verkauft Thymios und Mia an einen als grausam geltenden Spartaner. Können sich die beiden aus der Sklaverei befreien?

Ich habe bisher selten Bücher gelesen, die so weit in der Vergangenheit spielen, jetzt mal abgesehen von Star Wars. Deshalb war Thymios eine Art Premiere für mich, doch trotz meiner anfänglichen Skepsis hat mich der Roman vor allem in der Mitte und am Ende wirklich überzeugen können.

Das Buch fängt eigentlich recht ruhig an. Der Leser erhält eine Einführung, erfährt, in welcher Zeit und in welchem Ort wir uns befinden und bekommt die Hintergrundgeschichte rund um Heldos eingetrichtert. Doch dann geschieht etwas schreckliches und Thymios und Mia werden versklavt. Ab diesem Ereignis kommt Spannung in die Geschichte. Im allgemeinen Arbeitet Das Herz des Kriegers sehr viel mit Spannung. Werden sich Thymios und seine Eltern wieder sehen? Werden Mia und Mios ein Paar? Können sie aus der Sklaverei entkommen? All diese Fragen stellen sich dem Leser, und werden teilweise auch in kleinen Häppchen beantwortet. Doch einige Antworten erhält der Leser erst ganz am Ende, was eine nahezu durchgehend hohe Spannung garantiert.

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Einige Logiklücken sind mir allerdings beim Lesen aufgefallen: Wie alt ist Thymios jetzt? Irgendwie verändert sich sein Alter gefühlt von Seite zu Seite. Hier ist er mal 15, da 17, hier 14, und auf den Bildern sieht er sowieso wie Mitte 20 aus. Die anderen Ungereimtheiten kann ich hier nicht aufzählen, da ich sonst spoilern würde. Teilweise fand ich sie aber schon recht auffällig.

Alles in allem hat Thymios eine Spannende, wenig humorvolle, aber sehr interessante und emotionale Geschichte, die mich, bis auf die Logiklücken, überzeugen konnte!

Schreibstil

Die Autorin Lisa Schneider ist erst 14 Jahre alt. Dennoch hat sie dieses Buch in einer sehr alt/antik anmutenden Sprache geschrieben. Thymios erzählt die Form aus seiner Perspektive. Manchmal hätte ich mir eher einen Erzähler aus der dritten Person gewünscht, doch dadurch wäre Spannung verloren gegangen, da man so wirklich ausschließlich Thymios‘ Weg folgt, und das Schicksal einiger anderer Figuren offen bleibt.

Rechtschreibfehler habe ich drei gefunden, an einigen Stellen ist der Satzbau außerdem falsch oder es fehlen Worte. Alles in allem ist das Lektorat aber durchaus in Ordnung.

An die Ausdrucksweise der Autorin musste ich mich dennoch erst ein mal gewöhnen, auch an die teilweise sehr ungewöhnliche Wortwahl. Trotzdem habe ich gut in den Roman hinein finden können und konnte dem spannend beschriebenen Geschehen gut folgen.

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Charaktere

Der Hauptcharakter Thymios macht im Buch eine sehr große Entwicklung. Er beginnt als recht unauffälliger Bauernjunge und kann in der Sklaverei teils ungeahnte Kräfte entfesseln. Die Macht ist mit ihm.. Oder eher die Götter. 😉 Anfangs gefiel er mir noch sehr gut, auch in der Sklaverei, doch am Ende wirkte er auf mich ein wenig zu selbstsicher, was ihn unsymphatisch machte.

Auch Mia ist ein eigentlich toller Charakter. Auf Grund der „Ego-Perspektive“ erfährt man weder über sie, noch über die anderen handelnden Personen wirklich viel, da alles nur aus Thymios‘ Sicht geschildert ist.

Insgesamt sind die Nebencharaktere recht flach und ohne Tiefgang, Protagonist Thymios ist allerdings ein sehr interessanter Charakter, über den der Leser viel erfahren darf, und der eine große Entwicklung durchmacht.

Cover&Design

das Cover zeigt einen Helm, vermutlich den von Thymios, und ein Auge. Der Hintergrund ist in Rot gehalten, die Schrift ist Golden, Weiß oder Rot. Das Motiv ist sehr schlicht. Die Farben sind aber schön gewählt, besonders das Rot sagt mir zu. Auch das Buch an sich macht einen sehr wertigen Eindruck.

Im inneren des Buches finden sich diverse Zeichnungen des Künstlers Jan Reiser. Auch diese gefallen mir gut, auch wenn sie die Personen, vor allem Thymios, manchmal etwas zu alt erscheinen lassen. Der Stil sagt mir aber zu. Einige der Bilder sind auch illustriert.

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