Buch cbt Jugendbuch Robert Muchamore Top Secret (Cherub)

Top Secret (4): Der Auftrag – Robert Muchamore

Top Secret 4 Der Auftrag Cover HD
Serie: Top Secret (Orig. CHERUB) | Folge: 4 | Titel: Der Auftrag | Seitenzahl: 368 Seiten | Verlag: cbt-Verlag (Verlagsgruppe Random House) | Erscheinungsdatum: 04.08.2008 | Dieses Buch kaufen: Hier

 

Es sollte ein einfacher Routine-Auftrag werden und entwickelte sich zu einem der technisch Anspruchsvollsten in der Geschichte von CHERUB. Hier die Rezension zum vierten Band des Muchamore-Romanzyklus.

Story

James Adams und Dave Moss (bereits aus Der Ausbruch bekannt) erhalten einen Auftrag „wie aus dem CHERUB-Lehrbuch“: Man vermutet, ein Mann namens Tarasov habe kriminelle Verbindungen und betreibe organisierte Verbrechen. Leon Tarasov hat Kinder, mit denen sich die CHERUB-Agenten anfreunden sollen. Dave und James ziehen also in die Gegend und leben sich ein. Schon bald haben die Jungs gewisse „Beziehungen“ am Laufen, James mit Hannah und Dave mit einer Tochter von Leon Tarasov. Unauffällig befragen sie die beiden, und bald erfahren sie von einer Geschichte, bei der Hannahs Cousin Will gestorben ist, angeblich ein natürlicher Tod und kein Mord. Doch bald gelingt es den Agenten Zusammenhänge zu ihrem eigentlichen Auftrag zu finden – und so entwickelt sich eine zwar sehr linear erzählte, aber besonders zu Ende spannende Story. Und das Finale ist sehr kreativ und gefällt mir ausgesprochen gut.

Das Muchamore gute Stories schreibt hat er schon mehrfach unter Beweis gestellt, und auch die Geschichte dieser Episode ist sehr solide. Besonders das toll erdachte und geschriebene Ende macht einiges her. Dennoch gefällt mir die Geschichte nicht so gut, wie die von z.B. Der Ausbruch oder Die Sekte. Warum? Kann ich leider nicht genau sagen. Beim dritten Band der Serie hat man mit dem Gefängnis eine Umgebung, die sich fast durchs ganze Buch zieht. In diesem Band konnte ich zu den Charakteren und zum Ort der Handlung irgendwie keine richtige Verbindung aufbauen – Kann aber auch sein, dass das an mir liegt. Dennoch fesselt die Geschichte und ist fast von Anfang bis Ende recht spannend, wobei ich ein weiteres mal das sehr kreative und gut gelungene Ende hervorheben möchte.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der vierte Band der CHERUB-Reihe für alle Fans der Serie eine absolute Kaufempfehlung ist. Der Roman ist aber nicht unbedingt der beste der Serie, ergo sollten die, die neu mit Top Secret anfangen wollen, sich eine andere Episode dafür aussuchen.

Schreibstil

Muchamores Schreibstil ist weiterhin sehr Dialog-lastig und gefällt mir gut. Übrigens: Auf Grund der vielen Dialoge wäre Top Secret perfekt dazu geeignet, eine Hörspielserie zu den Büchern zu machen. Die Dialoge sind gewohnt toll formuliert und gehen nahtlos in den Erzähltext über. Eine kräftige Prise schwarz angehauchter Humor ist natürlich auch wieder dabei. Positiv möchte ich ein weiteres mal die „Beziehung“ zwischen James und Kerry hervorheben, die Muchamore hier sehr schön zur Geltung bringt. In irgendwelchen Filmen oder Fernsehproduktionen finde Liebesgeschichten oft zum Kotzen, manchmal stören sie mich sogar dabei, der eigentlichen Handlung zu folgen. Doch diese überaus realistische Beziehung zweier Personen etwa meines Alters ist wirklich interessant, und wenn ich nicht wüsste, wie die CHERUB-Serie endet, würde ich mit Spannung die nächsten Teile erwarten, nur um zu erfahren, wie es mit den zwei weiter geht. (Natürlich erwarte ich auch so die nächsten Teile mit Spannung, um sie endlich zum zehnten mal lesen zu können ;))

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Charaktere

James ist natürlich wieder der Protagonist dieses Bandes. Auf seiner Mission wird er von Dave Moss begleitet, auch eine sehr interessante Person, wobei ich zu ihm nie so eine starke „Bindung“ wie zu James, Lauren, Kyle, Bruce, Kerry oder Gabrielle aufbauen konnte. Auch die Charaktere, die den Agenten auf der Mission begegnen werden zum Großteil äußerst ausführlich behandelt. Besonders James enge Bindung zu Hannah Clarke wird vor allem in den späteren Kapiteln des Romans sehr wichtig.

Cover&Design

Das Cover der im cbt-Verlag erschienenen, deutschen Fassung unterscheidet sich nicht besonders zu den Motiven der ersten Teile. Wieder ist neben dem Namen des Autors, dem Titel der Serie, der Folge und dem CHERUB-Logo nichts zu sehen. Das englische Cover ist wieder deutlich aufwendiger und sticht mehr ins Auge als die deutsche Version. Es gefällt mir besser, als das der deutschen Variante. Die Wertung hier ist wieder eine Mischung aus den beiden Covers.

 

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